Gemeinsam über 750 Kilometer und 83.000 Höhenmeter

Achte Runde des Ruggburg Charity Race in Hörbranz wieder ein voller Erfolg.
Hörbranz Schweiß, der in den Augen brennt, Muskeln, die langsam müde werden, Waden, die spannen – und ein Lächeln im Gesicht. Dazu der Wille, die letzten Meter bis ins Ziel zu schaffen, die Anfeuerungsrufe der Zuschauer und ein atemberaubender Blick über den Bodensee. Beim Ruggburg Charity Race gehört das dazu. Doch hinter der sportlichen Herausforderung steckt auch eine große Idee: gemeinsam Gutes zu tun.

Am Sonntag, 20. September, gingen in Hörbranz bereits zum achten Mal mehr als 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start. Vom Halbenstein führte die 4,3 Kilometer lange Strecke über die Ruggburg und Lutzenreute bis zum Fesslerhof in Eichenberg. Dabei galt es, nicht weniger als 474 Höhenmeter zu bezwingen. Eine Herausforderung, die Kraft, Ausdauer und Durchhaltevermögen verlangt – und im Ziel mit besonderen Glücksgefühlen belohnt wird.
Rechnet man die Leistungen aller Starter zusammen, kamen mehr als 750 Kilometer und knapp 83.000 Höhenmeter zusammen. Doch beim Ruggburg Charity Race steht nicht der sportliche Erfolg im Vordergrund, sondern die Solidarität mit Kindern und Familien, die aufgrund einer Krebserkrankung besonders schwere Zeiten durchmachen.
Organisiert wird das Rennen von Thomas und Corinna Seeberger, die als betroffene Eltern selbst wissen, wie wichtig Unterstützung ist. Gemeinsam mit ihren Familien, Freunden und zahlreichen Helferinnen und Helfern stellen sie die Veranstaltung auf die Beine. Der gesamte Erlös kommt wieder der Kinder-Krebs-Hilfe für Tirol und Vorarlberg zugute. Jeder gespendete Euro kommt dort an, wo er gebraucht wird. Sämtliche Kosten rund um die Veranstaltung tragen die Organisatoren selbst.


Sportliche Herausforderung
Der Start erfolgte ab 10 Uhr am Halbenstein in Zehnergruppen. Neben den Radsportklassen konnten auch wieder Läuferinnen und Läufer die anspruchsvolle Strecke in Angriff nehmen. Zur Auswahl standen die Klassen U30 und 30+ sowie zwei E-Bike-Klassen, getrennt nach einem Körpergewicht bis 79 beziehungsweise ab 80 Kilogramm. Bei den E-Bikes waren ausschließlich handelsübliche Modelle zugelassen.

Keine Pokale – dafür viele Gewinner
Wer im Ziel auf einen Pokal oder einen Sachpreis wartete, suchte allerdings vergeblich. Bewusst gibt es beim Ruggburg Charity Race keine Siegerehrung im klassischen Sinn. Denn hier zählt nicht, wer als Erster oben ankommt. Jeder einzelne Starter ist ein Gewinner – und gleichzeitig jemand, der mit seinem Einsatz Hoffnung schenkt.

Die Topplatzierungen
E-Bike Damen unter 80 kg Petra Thurnher (13:04 Minuten)
E-Bike Herren unter 80 kg Josef Fessler (10:54)
E-Bike Herren ab 80 kg Ralph Thurnher (11:53)
Radler Damen unter 30 Jahren Linda Tessadri (34:47)
Radler Damen ab 30 Jahren Melanie Geiger (21:43)
Herren unter 30 Jahren Florian Zumtobel (20:17)
Radler Herren ab 30 Stefan Keckeis (20:04)
Läuferinnen unter 30 Jahren Alisa Djurkic (32:08)
Läuferinnen ab 30 Jahren Melina Klammsteiner (35:17)
Herren unter 30 Jahren Niclas Rettig (24:58)
Herren über 30 Jahren Alexander Deeg (24:12).

So wurden auch bei der achten Auflage wieder zahlreiche persönliche Grenzen überwunden, letzte Kräfte mobilisiert und gemeinsam viele Höhenmeter für einen guten Zweck gesammelt. Denn der größte Erfolg des Ruggburg Charity Race lässt sich ohnehin nicht in Sekunden, Platzierungen oder Pokalen messen: Er zeigt sich darin, dass aus vielen einzelnen Teilnehmern eine große Gemeinschaft wird, die gemeinsam für Kinder und Familien ein Stück Hoffnung schafft.
