Dornbirner Narren außer Kontrolle

VN / 22.09.2026 • 09:39 Uhr
Per Floß und mit Musik machten Dornbirns Narren den Lech unsicher.
Per Floß und mit Musik machten Dornbirns Narren den Lech unsicher. Reumiller

Die Dornbirner Fasnat-Zunft lud zum turbulenten Künstlerausflug.

Dornbirn Wer dachte, Fasnat-Künstler seien nur auf der Bühne gefährlich, wurde am vergangenen Samstag eines Besseren belehrt. Der 11er-Rat der Dornbirner Fasnat-Zunft lud zum traditionellen Künstlerausflug – und verwandelte das beschauliche Allgäu kurzerhand in ein närrisches Testgelände.

Bereits am frühen Morgen herrschte im Bus schon ausgelassene Stimmung.
Bereits am frühen Morgen herrschte im Bus schon ausgelassene Stimmung. Reumiller

Schon das Frühstück im Ochsen in Sulzberg war keine reine “Gefühlsduselei”, sondern eiskalte Taktik und notwendige Stärkung. Denn was den Künstlern im deutschen Lechbruck am See bevorstand, forderte wirklich alles: närrisches Minigolf!

Ernst Klocker zeigte seine Golfkünste, die mindestens so gut waren, wie sein sonst frecher Schnabel.
Ernst Klocker zeigte seine Golfkünste, die mindestens so gut waren wie sein sonst frecher Schnabel. Reumiller

Gespielt wurde nach offiziellen (und absolut absurden) Zunft-Regeln: einhändig, blind und rückwärts. “Wie viele Bälle dabei im See, in den Bäumen oder im Gebüsch landeten, bleibt strengste Geheimsache”, verkündete Zunftmeisterin Dagmar Fenkart-Kaufmann. Ein eigens abkommandiertes Sonderkommando – die mysteriöse “Minigolf-Polizei” – wachte streng über das Chaos. Der Sieger? Wird eisern verschwiegen. “Wahrscheinlich aus Gründen der nationalen Sicherheit”, so Gernot Reumiller vom 11er-Rat verschwörerisch und begeistert von den zahlreichen Teilnehmern, die auch heuer beim “Betriebsausflug der etwas anderen Art” dabei waren.

Golfsport der närrischen Art.
Golfsport der närrischen Art. Reumiller

Eine Floßfahrt, die ist lustig

Nicht weniger turbulent ging es dann weiter. Nach so viel Hochleistungssport mussten die erhitzten Gemüter abgekühlt werden. Die Lösung dafür war ein gechartertes Floß auf dem Lech. Zwei Stunden lang schunkelte die Truppe über das Wasser, begleitet von einer mitgereisten Band, die für beste Stimmung und lautstarken Mitgesang bei den Dornbirner Narren sorgte.

Nach dem Golfturnier ging es für die Narren aufs Wasser.
Nach dem Golfturnier ging es für die Narren aufs Wasser. Reumiller

Nach der Rückreise ins Ländle schloss sich der Kreis im Klosterkeller Mehrerau, wo bei Speis und Trank die letzten Energiereserven aufgetankt wurden. Fazit des Tages und der Zunftmeisterin: “Alle Künstler haben überlebt, die Stimmbänder sind auf Betriebstemperatur, und das Allgäu erholt sich langsam wieder.” Und so war mitten im September irgendwie schon Fasching. Apropos Fasching: Die verrückte Gruppe steht auf jeden Fall schon in den Startlöchern für die fünfte Jahreszeit, die wieder am 11.11. eingeläutet wird, und ist bereits voller Vorfreude und Tatendrang in Sachen Vorbereitung. CTH

Gernot Reumiller als Hahn im Korb.
Gernot Reumiller als Hahn im Korb. Reumiller
Verdursten musste natürlich niemand beim närrischen Ausflug ins Allgäu.
Verdursten musste natürlich niemand beim närrischen Ausflug ins Allgäu. Reumiller
Musikalisch umrahmt ging es auf dem Floß Richtung Sonnenuntergang.
Musikalisch umrahmt ging es auf dem Floß Richtung Sonnenuntergang. Reumiller
Im Klosterkeller ließen die Narren bei gemütlichem Beisammensein den Tag ausklingen.
Im Klosterkeller ließen die Narren bei gemütlichem Beisammensein den Tag ausklingen. Reumiller