Schwerer Schicksalsschlag: Jason (17) aus Lustenau erlitt plötzlichen Herzstillstand

VN / 24.09.2026 • 16:09 Uhr
Schwerer Schicksalsschlag: Jason (17) aus Lustenau erlitt plötzlichen Herzstillstand
Vater Ismail Hajbeera mit einem Bild seiner Familie. Jason (re. im Bild) befindet sich seit Juli in einer Klinik und kann lediglich mit den Augen kommunizieren.VN/Beate Rhomberg

Von einem Moment auf den anderen konnte er nicht mehr sprechen und sich kaum bewegen. Doch seine Familie sieht, dass er kämpft.

Lustenau Als der Lustenauer Jason Hajbeera (17) im Februar einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt, stellte sich das ganze Leben seiner Familie auf den Kopf. Bis dahin war er ein gesunder Junge, der eine Einzelhandelslehre bei Spar absolvierte. Jetzt kann er auf einmal nicht mehr reden und sich nur sehr eingeschränkt bewegen. Die Ursache ist bislang unbekannt.

Schwerer Schicksalsschlag: Jason (17) aus Lustenau erlitt plötzlichen Herzstillstand
Mutter Bianca und Vater Ismail Hajbeera gemeinsam mit ihrem Sohn Jason. privat

Vor knapp zwei Wochen berichtete die VN bereits über seinen Fall, und viele Menschen spendeten für die sechsköpfige Familie. Dadurch seien knapp 30.000 Euro zusammengekommen – einerseits über die Spendenwebseite GoFundMe sowie über direkte Beiträge auf das Konto. “Wir sind sehr dankbar dafür”, betont Jasons Mutter Bianca Hajbeera (38).

Schwerer Schicksalsschlag: Jason (17) aus Lustenau erlitt plötzlichen Herzstillstand
Für die Familie Hajbeera hat sich das Leben schlagartig verändert. VN/Beate Rhomberg

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Neue Lebensbedingungen

Seit Juli befindet sich Jason in der Frühneurorehabilitation in Salzburg. Er atmet und schluckt eigenständig, muss aber über eine Magensonde ernährt werden. Durch Blinzeln kommuniziert er mit seiner Familie. “Seit Kurzem können wir mit ihm im Rollstuhl an die frische Luft gehen”, erzählt Bianca. “Sein Zustand verläuft mit Höhen und Tiefen, insgesamt ist er aber stabil.” Die Zukunft ihres Sohnes sei noch völlig ungewiss, und laut mancher Ärzte müsste sie die Hoffnung schon aufgeben. Bianca und ihr Mann Ismail (39) sind jedoch überzeugt: Jason kämpft.

Schwerer Schicksalsschlag: Jason (17) aus Lustenau erlitt plötzlichen Herzstillstand
Jasons Eltern sehen, dass er kämpft. privat

In der Salzburger Kinderklinik muss rund um die Uhr eine Person aus dem persönlichen Umfeld vor Ort sein. Seit Schulbeginn übernimmt das Ismail, der nun mehrere Monate in Hospizkarenz ist. Bianca besucht Jason möglichst jedes Wochenende gemeinsam mit den drei Geschwistern im Alter von einem bis zwölf Jahren. “Er merkt, wenn wir bei ihm sind, und das schenkt ihm Kraft”, meint seine Mutter.

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Jason gemeinsam mit seinen Geschwistern (v. l. n. r.) Eleyna (12), Isabella (3) und Lyam (1). privat

Hohe Kosten

Wann Jason entlassen wird, ist noch offen. Aber wenn es so weit ist, möchten ihn seine Eltern zu Hause pflegen können. Dafür sind noch einige große Investitionen notwendig.

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Ismail Hajbeera ist unglaublich stolz darauf, wie Jason alles meistert und wie viel Stärke er zeigt. privat

“Die Situation der Familie Hajbeera ist leider ähnlich wie bei vielen anderen, die bei uns im Krankenhaus sind”, sagt Daniel Meikl, Sozialarbeiter des Uniklinikums Salzburg. “Für diese Familien kommt zur emotionalen Katastrophe zusätzlich eine finanzielle Problematik hinzu.” Laut ihm benötigen Betroffene, die mit solch einer Lage konfrontiert sind, durchschnittlich rund 80.000 bis 130.000 Euro, um den Hausumbau, Hilfsmittel und ein behindertengerechtes Fahrzeug finanzieren zu können. “Der Sozialstaat – also Kasse, Land, Bund und so weiter – fördert sehr umfangreich. Jedoch bleibt meistens diese Summe übrig.” Diese versucht Meikl mit Kooperationspartnern und Spenden auszugleichen.

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Daniel Meikl ist Sozialarbeiter des Uniklinikums Salzburg und unterstützt die Familie Hajbeera. privat

Ob beziehungsweise in welchem Umfang die Krankenkasse die Kosten für Hilfsmittel wie einen Rollstuhl oder ein Pflegebett übernimmt, ist derzeit noch unklar. “In Vorarlberg kümmert sich die ‚ifs Soziale Integration‘ darum, was ich von anderen Bundesländern so nicht kenne”, erzählt Meikl. Das Institut für Sozialdienste bie­tet Men­schen in psy­chischen und sozia­len Kri­sen­­situa­tio­nen Hilfe und Unter­stüt­zung.

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Der Eingangsbereich ist – wie vieles im aktuellen Miethaus – nicht barrierefrei.VN/Beate Rhomberg

Mitarbeiter von “ifs Soziale Integration” haben sich laut Bianca Hajbeera auch ihr gemietetes Haus angesehen: “Obwohl es nicht rollstuhlgerecht ist, könnte es vorübergehend eine Möglichkeit sein. Aber für eine adäquate Versorgung ist es keine Dauerlösung.” Eine passende und gleichzeitig leistbare Wohnmöglichkeit zu finden ist aktuell die größte Herausforderung der sechsköpfigen Familie mit Hund. Bianca und Ismail wären daher noch immer über jede weitere Unterstützung dankbar.

Spendemöglichkeiten</strong>

  • Direkt über das Konto: IBAN: AT652060200002098044, Name: Bianca Hajbeera
  • Über die Plattform “GoFundMe”. Der Spendenaufruf ist dort unter “Jason Hajbeera” zu finden.

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