Kalkan-Zaubertor war für den FC Lustenau-Heimsieg zu wenig

Seeber bestraft die vergebenen Chancen der Hausherren spät vom Elfmeterpunkt:
Lustenau Der FC Lustenau muss im zweiten Jahr in der Westliga weiter auf den ersten Heimsieg der Saison warten. Vor 600 Zuschauern im Stadion an der Holzstraße kam die Mannschaft von Trainer Philipp Hagspiel gegen den SK St. Johann nicht über ein 1:1 hinaus. Nach dem Derbysieg in Wolfurt wollte der FC Lustenau nachlegen, stattdessen rutschte die Elf wieder auf den vorletzten Tabellenplatz und damit auf einen Abstiegsrang zurück.

Dabei zeigte die Partie zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In den ersten 45 Minuten hatte vor allem der beste Tiroler Aufsteiger mehr vom Spiel und kontrollierte über weite Strecken das Geschehen. Die klaren Vorteile konnte St. Johann allerdings nicht in einen Treffer ummünzen. Der FC Lustenau schlug hingegen aus dem Nichts zu. In der 36. Minute nahm Kerim Kalkan an der Strafraumgrenze Maß und zauberte den Ball mit einem herrlichen Schlenzer genau in die rechte Kreuzecke. Für den FCL-Torjäger war es bereits das vierte Saisontor und zugleich ein Treffer der Marke Traumtor.

Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild. Nun hatte Lustenau die besseren Möglichkeiten und mehrfach die große Chance, den Vorsprung auszubauen. Mair scheiterte in der 47. Minute und später erneut in der 63. Minute. Auch Kalkan hätte in der 60. Minute nachlegen können. In der 69. Minute vergab schließlich Hagspiel eine weitere Möglichkeit. Statt die Partie mit dem zweiten Treffer zu entscheiden, blieb St. Johann damit im Spiel.

Das sollte sich in der Schlussphase rächen. Elf Minuten vor dem Ende bekam der Tiroler Aufsteiger einen etwas fragwürdigen Strafstoß zugesprochen. Seeber übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich. St. Johann Goalgetter Afifeh soll im Strafraum gefoult worden sein.
Nur eine Minute nach dem Ausgleich folgte der nächste Rückschlag. Spielmacher Paulo Victor wurde in der 80. Minute wegen Beleidigung mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Lustenau musste die Schlussphase damit in Unterzahl bestreiten und konnte nicht mehr entscheidend nach vorne spielen.
So blieb am Ende ein Remis, das sich für die Hausherren wie zwei verlorene Punkte anfühlt. Das Zaubertor von Kalkan war sehenswert, reichte aber nicht zum zweiten Sieg in Serie. VN-TK









