14-jährige Diebin schon wieder vor Gericht

Nach Drogen- und Alkoholsucht: Jugendliche kratzte gerade nochmal die Kurve.
Feldkirch Zwei Strafverhandlungen ohne Verurteilung (Diversion) hat der Teenager bereits hinter sich, nun sitzt die14-Jährige wegen einer Sache vor Gericht, die sich zeitlich bereits vor diesen beiden Delikten abgespielt hat. Es geht um mehrere Vermögensdelikte, begangen von einer Jugendclique, die nichts Besseres zu tun hatte, als Diebstähle zu begehen. „Autodurchsuchen“, auch „Autoschnallen“ genannt, ist bei gelangweilten Jugendlichen offenbar ein beliebter Zeitvertreib. So geriet auch die junge Angeklagte in die falschen Kreise und rasch auf die Anklagebank.
Therapie absolviert
Das Mädchen weiß, dass viel auf dem Spiel steht, deshalb entschied es sich, eine Suchttherapie zu absolvieren. Kokain und Alkohol gehören, wenn man ihren Angaben Glauben schenken darf, inzwischen der Vergangenheit an. Sie und auch ihr Verteidiger beteuern, dass sie nun einen anderen Weg einschlagen will.
Dass sie von Oktober bis Dezember 2025 immer wieder Autos durchsuchte und klaute, was nicht niet- und nagelfest war, gibt sie zu und ihr tut die Sache auch leid. Die Beute war zwar bescheiden, aber mit gefundenen Bankomatkarten ließ es sich doch ein paar Mal bequem einkaufen. Da auch Ausweise dabei waren, gesellt sich zu den Diebstählen Urkundenunterdrückung, wegen der Nutzung der Bankomatkarten betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch. Mit einem Auto, in dem der Schlüssel steckte, fuhr der Teenager nach Hause.
Sozialstunden angeordnet
Schon einmal musste die 14-Jährige 20 Stunden gemeinnützige Leistungen erbringen, um nicht verurteilt zu werden. Dieses Mal werden wieder Sozialstunden angeordnet. Mit den 25 Stunden ist sie einverstanden und froh, dass sie noch einmal um eine Vorstrafe umhinkommt. Das Verfahren ist dann endgültig eingestellt, wenn die Stunden innerhalb von drei Monaten geleistet wurden.