Ein ungewöhnliches Konzept für die Mühlgasse 5: „Es darf und soll wachsen“

Das klassische Tourismusbüro in der Rathausgasse hat ausgedient. Warum die Alpenregion Bludenz nun auf ein gemeinsames Konzept mit Bitsche Optik setzt.
Bludenz Das Tourismusbüro der Alpenregion Bludenz ist in den Hingucker Homme gezogen. Künftig teilen sich beide Unternehmen das Geschäftslokal in der Mühlgasse 5.



Die Kooperation zwischen der Alpenregion Bludenz und Bitsche Optik würde man nicht erwarten, meint Jennifer Bitsche im Innenhof des Concept Stores. „Wir öffnen unser Konzept mit regionalen Produkten aus allen Tälern“, sagt sie. So ist der Hingucker Homme nicht mehr nur für Männer interessant, sondern für alle.




Wiebke Meyer, Geschäftsführerin der Alpenregion Bludenz, berichtet von der Neupositionierung. Das klassische Tourismusbüro in der Rathausgasse wird in diesem Zuge aufgegeben. „Bludenz ist Treffpunkt der Region und Ausgangspunkt in die Region“, sagt Meyer. Als Jennifer Bitsche und Wiebke Meyer ins Gespräch kamen, entstand die Idee eines gemeinsamen Concept Stores, der künftig „Mühlgasse 5“ heißen wird. „Wir wollen die Talschaften präsent machen“, sagt Meyer. Das Konzept ist noch nicht vollständig ausgearbeitet. „Es darf und soll wachsen.“ Mindestens zwei Aussteller pro Tal sind im Laden mit ihren Produkten vertreten. „Wir sind offen für weitere regionale Partner“, sagt Bitsche, aber auch für neue Geschäftsideen, ergänzt Meyer.




Der Innenhof soll weiterhin für Events und Workshops genutzt werden. „Wir haben hier eine Vielfalt an Möglichkeiten“, sagt Bitsche. Bürgermeister und Alpenregion-Vorsitzender Simon Tschann ist überzeugt: „Da kann noch viel entstehen.“



Eine Erleichterung für alle
Vor allem für das Tourismusbüro sei der Umzug eine Erleichterung. „Das gibt uns Flexibilität bei Krankenständen und Urlauben“, erklärt Wiebke Meyer. Denn das alte Tourismusbüro war nur mit einer Person besetzt. Wenn diese Urlaub hatte oder krank war, musste immer jemand vom Hauptbüro in der Mutterstraße aushelfen. Dessen Arbeit blieb dann liegen. Selbst für den Toilettengang musste die Mitarbeiterin das Tourismusbüro zusperren, weil sich die Toilette im gegenüberliegenden Musikschulgebäude im ersten Obergeschoss befindet. Auch die fehlenden Lagerflächen und die Stufen im Eingangsbereich seien ein Manko gewesen. Hier beim Hingucker habe man nun „einen ansprechenden Arbeitsplatz“ und es sei immer jemand vor Ort. Die Mitarbeiterinnen des Hinguckers, Christine Dona und Barbara Gstöhl, werden in Sachen Tourismusangebote der Alpenregion geschult.







