KPV Dornbirn machte 49.000 Hausbesuche in einem Jahr

VN / 02.10.2026 • 15:05 Uhr
Die Geschäftsführer Elisabeth Ruepp und Johannes Drexel präsentierten die Bilanz des vergangenen Jahres und gaben einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben.
Die Geschäftsführer Elisabeth Ruepp und Johannes Drexel präsentierten die Bilanz des vergangenen Jahres und gaben einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben. cth

Der Krankenpflegeverein Dornbirn blickte bei der Generalversammlung auf 2025 zurück.

Bei der Generalversammlung blickten Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam auf ein arbeitsreiches Jahr des Krankenpflegevereins Dornbirn zurück.
Bei der Generalversammlung blickten Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam auf ein arbeitsreiches Jahr des Krankenpflegevereins Dornbirn zurück. cth

Dornbirn 49.000 Hausbesuche, 948 betreute Menschen und ein Jahresergebnis von 55.358 Euro –  bei der 111. Generalversammlung des Krankenpflegevereins Dornbirn wurde Bilanz über das vergangene Jahr gezogen. Im Mittelpunkt stand dabei die tägliche Arbeit, die hinter diesen Zahlen steckt. Der Verein ist an 365 Tagen im Jahr für seine Patientinnen und Patienten da.

Die Leistungsbilanz zeigte, wie umfangreich diese Arbeit ist. Ende 2025 waren 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 36 davon in der Pflege. Rund ein Viertel der 948 betreuten Menschen hatte eine Demenzerkrankung. Die Zahl der Patienten ist gegenüber 2024 um 50 gestiegen, die Zahl der Hausbesuche blieb mit 49.000 auf dem Niveau des Vorjahres.

Bürgermeister Markus Fäßler gratulierte dem Krankenpflegeverein zur geleisteten Arbeit und betonte die Bedeutung der Hauskrankenpflege für Dornbirn.
Bürgermeister Markus Fäßler gratulierte dem Krankenpflegeverein zur geleisteten Arbeit und betonte die Bedeutung der Hauskrankenpflege für Dornbirn. cth

Pflege braucht viele Hände

Geschäftsführer und Pflegedienstleiter Johannes Drexel verwies bei der Versammlung auch auf die angespannte Personalsituation. Besonders schwierig sei es 2025 gewesen, Pflegefachkräfte für den gehobenen Dienst zu gewinnen. Bei den Pflegeassistenzen habe sich der Arbeitsmarkt dagegen wieder etwas erholt. Im Pflegebereich lag die durchschnittliche Besetzung 2025 bei 28 Vollzeitäquivalenten.

Ein Thema, das den Verein auch künftig beschäftigen wird, ist die geplante Generalsanierung der Zentrale in der Annagasse. Die Stadt Dornbirn hat schriftlich zugesagt, ein Drittel der Kosten zu finanzieren. Der Umbau soll nach derzeitiger Planung im zweiten Quartal 2027 starten und in drei Baulosen erfolgen. Gleichzeitig wird mit der Österreichischen Gesundheitskasse über die Finanzierung verhandelt.

Auch die Zahlen der Kassierin Christine Huber zeigten, dass die Arbeit des Vereins mit beträchtlichem finanziellen Aufwand verbunden ist. 2025 standen Ausgaben von rund 2,92 Millionen Euro Einnahmen von rund 2,98 Millionen Euro gegenüber. Das ergibt ein Plus von 55.358 Euro. Den größten Ausgabenposten bilden mit 2,54 Millionen Euro die Personalkosten. Auf der Einnahmenseite sind vor allem die Förderungen von Stadt und Land, Pflegebeiträge der Patienten und die ÖGK von Bedeutung.

4820 Mitgliedschaften

Beim Blick auf die Mitgliederzahl zeigte sich wenig Bewegung. Ende 2025 zählte der Krankenpflegeverein 4820 Familien- und Einzelmitgliedschaften. 227 neue Mitglieder kamen hinzu, 231 traten aus. Der Mitgliedsbeitrag soll 2027 unverändert 49 Euro betragen.

Neben den Zahlen gehörten bei der Generalversammlung auch personelle Veränderungen und Ehrungen zum Programm. Als neue Rechnungsprüfer wurden Burkhard Dünser und Thomas Wagner gewählt. Für zehn Jahre Mitarbeit wurden Gertrud Bereuter und Johannes Drexel ausgezeichnet, Beate Heldenbergh erhielt eine Ehrung für 15 Jahre. Verabschiedet wurde Kassier Günther Albrich.

Zum Abschluss galt der Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Pflegebetrieb im Alltag tragen. Obfrau Elisabeth Ruepp und Geschäftsführer Johannes Drexel verwiesen auf die Unterstützung durch Stadt und Land, Partnerorganisationen und den Vorstand. Damit wurde bei der Versammlung deutlich, was hinter den Jahreszahlen steht: „Viele Hausbesuche und viel Arbeit für Menschen, die Unterstützung brauchen.“ CTH