Fitz-Sippe traf sich mit mehr als 200 Nachkommen

Nachkommen von Gebhard und Christine Fitz trafen sich zum ersten großen Sippentreffen.
Höchst Vier Generationen, zwölf Kinder und ein Stammbaum mit 328 Nachfahren sorgten für so manches überraschende Wiedersehen. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Aha-Momente durch die Rheinauhalle in Höchst gingen. “Hier sind Menschen, von denen ich gar nicht wusste, dass wir miteinander verwandt sind”, staunte Michal. Kein Wunder: Der Lustenauer Gebhard Fitz (1863–1923), ehemaliger Feuerwehr-Kommandant in Lustenau, und seine Frau Christine (1866–1945) hatten zwölf Kindern das Leben geschenkt. Deren Nachkommen sind inzwischen auf vier Generationen angewachsen.

Rund 230 von insgesamt 328 Nachfahren kamen am Samstagnachmittag zum ersten großen Fitz-Sippentreffen nach Höchst. Einige reisten aus der Südsteiermark, Deutschland und Liechtenstein an. Für viele war es ein Wiedersehen, für andere eine erste Begegnung mit Menschen, die bislang nur als Namen im Stammbaum existierten.

Aufwendige Recherche
Sieben Familienmitglieder hatten das Treffen ein Jahr lang vorbereitet. Sie recherchierten, erstellten einen Stammbaum und trugen akribisch die Nachkommen der zwölf Kinder zusammen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 29 Enkel, 42 Urenkel, 103 Ururenkel und 79 Urururenkel gehen auf das Ehepaar Fitz zurück. Mit den Partnern der Nachkommen ist die Familie noch einmal deutlich größer geworden.

Damit bei so vielen Menschen niemand den Überblick verlor, hatte sich das Organisationsteam rund um Anneliese Forster und Tanja Kainz etwas einfallen lassen. Am Eingang bekam jeder Gast ein Namensschild, auf dem die Zugehörigkeit zu einem der zwölf Kinder vermerkt war. Dazu gab es ein farbiges Bändchen fürs Handgelenk. So ließ sich auf einen Blick erkennen, zu welchem Familienzweig jemand gehört.

“Jetzt bin ich froh, dass ich hier bin”
Besonders gespannt war Mathilde Hämmerle. Die 91-Jährige ist eine Enkelin von Gebhard und Christine Fitz und kennt die Familie noch bis in die dritte Generation. Bei den jüngeren Nachkommen musste allerdings auch sie passen. “Ich bin schon seit einer Woche nervös. Jetzt bin ich froh, dass ich hier bin”, sagte sie kurz vor Beginn des Treffens. Sie freute sich auf einen gemütlichen Nachmittag mit ihrer großen Familie. Von den drei Buben ihrer Großeltern sei kein Fitz-Name geblieben, sie alle hätten Mädchen bekommen.

Auch Eva Seiwald erinnerte sich an ein früheres kleines Familientreffen im Jahr 1983 aus den Erzählungen ihrer Mutter. Mehr als vier Jahrzehnte später wurde die Familie erstmals in dieser Größenordnung zusammengebracht.

“Ich habe gewusst, dass wir viele sind. Dass wir uns heute sehen, ist toll”, sagte Edith. Sie freute sich auf einen Nachmittag mit vielen Gesprächen, Erinnerungen und neuen Bekanntschaften.

Grüße aus dem Ausland
Eine Live-Schaltung führte sogar bis nach Mallorca. “Wir haben eine Live-Schaltung zu unserem Verwandten, Aida-Kapitän Vincent Kofalka, geplant. Er befindet sich gerade auf Palma de Mallorca”, erzählte Anneliese Forster. Auch Grete in Spanien sollte per Videoanruf zugeschaltet werden. So wurde aus dem Familientreffen in Höchst kurzerhand eine internationale Zusammenkunft. Im Mittelpunkt standen an diesem Nachmittag nicht Zahlen und Stammbäume, sondern die Menschen dahinter: alte Geschichten, neue Bekanntschaften und die Erkenntnis, dass ein gemeinsamer Familienname über Generationen hinweg Verbindungen schafft. Die Fitz-Sippe zeigt, wie weit die Äste eines Familienbaums reichen können und wie viele Geschichten zwischen seinen Wurzeln und den jüngsten Zweigen Platz haben. BVS










