Handwerk+Form: ein Start, der Mut macht

Großes Interesse für Jubiläumsschau – Jury von Qualität der Einreichungen sehr angetan.
Andelsbuch Mit großen Erwartungen ist das Wälder Handwerk in seine Jubiläumsschau, die zehnte Auflage von Handwerk+Form, gestartet und hatte dafür einige Änderungen im Ablauf vorgenommen: Zum einen ist die Ausstellung heuer nicht nur an den beiden Wochenenden, sondern auch an allen Werktagen dazwischen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und zum zweiten gab es diesmal eine eigene Jugendkategorie U 21.
Mit Spannung haben deshalb die Wälder Handwerker den Start ihrer Leistungsschau erwartet – und sie wurden nicht enttäuscht: Nimmt man den Publikumsandrang am ersten Wochenende zum Maßstab, dann hat dieser offenbar die Erwartungen sogar übertroffen.

Werkraumhaus überrannt
Und noch etwas gab den Initiatoren Grund zur Freude: Bei der Preisverleihung wurde das Werkraumhaus regelrecht überrannt. Selten einmal waren so viele Besucher in dieser Einrichtung, die der Region seit der Eröffnung 2013 Heimstätte für den 1999 gegründeten Verein Werkraum, in dem über 100 Betriebe zusammengeschlossen sind, ist.

Von der Tradition zur Innovation
An beiden Tagen hatte das Handwerk+Form-Team alle Hände voll zu tun, um die Besucher durch die originellen Locations, in denen die Einreichungen ausgestellt waren, zu führen. Neun Orte im Dorf – darunter eine alte Metzgerei, eine ehemalige Bäckerei, ein leerstehendes Gasthaus, ein Widum-Stadl und vor allem die alte Säge, die auf das Jahr 1086 zurückgeht – erinnern an die Tradition des alten Handwerks, und die dort zur Schau gestellten Exponate bilden die Brücke zur Zukunft des Wälder Handwerks und sind Ausdruck der großen Innovationskraft dieser Betriebe in der Region.

Tradition zum Auftakt
Eingeleitet wurde die Preisverleihung mit dem Fahneneinzug von einem Dutzend Handwerkerzünften aus dem ganzen Bregenzerwald, Andelsbucher Ortsvereinen und vor allem von der Harmoniemusik, die für einen schwungvollen musikalischen Auftakt sorgte. Aurelia Bischofberger moderierte den Abend und bat Cornel Hess (Geschäftsführer Werkraumhaus), Rene Schedler (Obmann Handwerkerverein Andelsbuch), Alois Berchtold (Obmann Werkraum), LH Markus Wallner und WK-Präsident Karlheinz Kopf sowie Bürgermeister Bernhard Kleber um ihre Statements, in denen der Stellenwert dieser Veranstaltung als wichtiger Impulsgeber für Innovationen und Kooperationen des Wälder Handwerks unterstrichen wurde. Dass die Regio und die Wälder Bürgermeister nicht vertreten waren, entschuldigte Kleber damit, “dass sie beim Gemeindetag in Salzburg sind – ich bin natürlich hiergeblieben.”

Die hochkarätig besetzte Jury räumte ein, dass es nicht einfach war, bei der Beurteilung einen pfiffigen Nussknacker mit einem einzigartigen Gipfelkreuz oder eine neuartige Gewürzmühle mit einem tonnenschweren Dorfbrunnen oder Käseboxen mit einer Urne aus Holz zu vergleichen. Es hätte diesbezüglich engagierte Diskussionen in der Jury gegeben, ehe man sich über die Verleihung der Preise und Auszeichnungen einigte, räumte die Juryvorsitzende Chrissie Muhr aus Basel ein. Mit ihren Kolleginnen und Kollegen – Blanka Mayor (Zürich), Adelina Dodolli (Rottweil), Silvio Rebholz (Lausanne) und Sascha Bauer (Stuttgart) – entschied sie sich für fünf Preisträger (Regalsystem mit Schwartenbrettern von Pius Kaufmann, Bizau, Wandelement Lehm von Ambros Berlinger, Alberschwende, Spael-Hocker von Madeleine K. Wieser, Oslo, Kleiderschrank von Max Poschl, Schnepfau sowie Schindel-Bruch von der Tischlerei Bereuter, Lingenau) und acht Auszeichnungen. STP


















