Nenzinger Hühner, Hasen und Hunde gesegnet

Tiersegnung mit Pfarrer Johannes Kolasa und Spendenaktion begeisterten in Gurtis.
Nenzing Schon seit einigen Jahren wird im Bergdorf Gurtis hoch über Nenzing zu einer Tiersegnung eingeladen. Heuer fand diese feierliche Segnung erstmals mit Nenzings neuem Pfarrmoderator Johannes Kolasa statt, der dem Franziskanerorden angehört, der sich wie Franziskus durch eine besondere Naturverbundenheit auszeichnet.

Geschöpfe Gottes
“Tiere sind Geschöpfe Gottes. Sie wurden nicht um des Menschen Willen erschaffen, sondern haben ihre eigene Daseinsberechtigung”, hob Kolasa ihre Wertstellung hervor. Gerade ihre Lebendigkeit, Vielfalt und Schönheit verweise auf die Schöpfung Gottes. Musikalisch begleitet wurde die Segnung auf dem Vorplatz des Gurtiser Lädeles unter anderem von Rania Müller-Nassri auf der Geige.

Auch Jaqueline Maier vom Pfarrgemeinderat Gurtis erhob ihre Stimme für die Tiere. Tiere seien keine gefühllosen Nutzobjekte, wie sie von manchen Konzernen leider gesehen würden. “Die Größe und der moralische Fortschritt einer Nation können daran gemessen werden, wie ihre Tiere behandelt werden”, rief sie ein Mahatma Gandhi zugeschriebenes Zitat in Erinnerung. “Man muss etwas tun, und sei es noch so wenig, für diejenigen, die Hilfe brauchen”, folgte mit den Worten Albert Schweitzers ihr Aufruf zum Engagement für die Tiere, nicht still zu sein, wenn Tiere misshandelt werden.

Anna Loacker vom Verein Metanoia Tiernothilfe erläuterte die Tätigkeiten des Vereins, der sich dafür einsetzt, das Leid und Elend von Straßenhunden in Rumänien zu lindern. Insbesondere die Situation der Hunde im Public Shelter Ecosal in Galati wird verbessert. Sämtliche Einnahmen des die Messfeier ergänzenden Flohmarkts und die Spenden für Kaffee und Kuchen kommen dem Engagement der Tiernothilfe in Rumänien zugute.

Reger Anklang
Auch heuer stieß die Tiersegnung in Gurtis auf regen Anklang, und viele Messbesucher brachten ihre Haustiere mit. Neben Hunden wurden auch Hasen und Hühner gesegnet, und dank Leine und Box kamen sich die Tiere nicht ins Gehege. Der Segen Gottes soll Unheil aller Art von den Tieren abwenden, wie zum Beispiel den Einbruch des Fuchses. Bei der Bewirtung im Gurtiser Lädele half Ortsvorsteher Christoph Seeberger fleißig mit. HE







