Ein Abend mit Kasperl, Zaubershow, Erzählungen und Theater

Das Gmeiner Huus öffnete seine Türen zur Langen Nacht der Museen.
Ludesch Othmar Gmeiner hatte sein “Huus” der Gemeinde Ludesch überlassen, mit der Auflage, es zu einer Begegnungsstätte auszubauen, in der auch Teile seiner Sammlung zu sehen sind. Er war immer ein sehr geselliger Mensch. Herta Glück hat diese Tradition des Zusammenkommens übernommen und sie in der Langen Nacht der Museen wieder aufleben lassen. Dafür hatte sie sich einiges einfallen lassen und für die lange Nacht ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Vor bis auf den letzten Stuhl besetztem Saal bezauberte Christian Mair, auch bekannt als “Oma Lilli”, mit seinen Handpuppen – er arbeitete ohne festes Drehbuch und begeisterte Jung und Alt. Dann betrat der junge, sympathische und sehr professionelle Kinderzauberer Timur die Bühne und verblüffte in seiner Zaubershow mit kluger Comedy und publikumsbezogenen Kunststücken. Zwischendurch verköstigten Frauen des Vereins “Mir Fraua vo Ludesch” die begeisterten Zuschauer mit Kürbis- und Gerstensuppe.

Dann ging es, geführt durch Herta, auf eine Entdeckungsreise durch das Museum und die Ausstellung. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass Objekte verschwunden waren und Vitrinen leer standen. Herta Glück führte nicht nur durch die Ausstellung “Bäuerliches Handwerk/Was Menschen und Hände erzählen”, zusammen mit dem DisTanz Orchester erzählte sie auch lustige und skurrile Geschichten von wilden Weibern und mächtigen Männern.

Zum Abschluss dieses ereignisreichen Abends stellte die Theatergruppe Ludesch berühmte und berüchtigte Persönlichkeiten wie den “Seeger an der Lutz” oder “die Dame ohne Unterleib” aus der Geschichte von Ludesch dar. Man konnte an diesem Abend im Gmeiner Huus dem Abenteuer in verschiedensten Formen begegnen, und wie BMi Alexandra Schalegg meinte: “Das Huus hat sich, auch dank Herta, wirklich zu einer eindrucksvollen Begegnungsstätte entwickelt.” HAB


