Schuberts letzte große Messe in Bildstein

Kultur / 07.10.2026 • 11:30 Uhr
Schuberts letzte große Messe in Bildstein
Domkapellmeister Benjamin Lack leitet die Aufführung in der Basilika. victor marin

Projektchor und Orchester Maria Bildstein führen am 11. Oktober die „Missa solemnis“ und das „Tantum ergo“ auf.


Bildstein Ein herbstlicher Konzertabend in der Basilika Maria Bildstein ist Franz Schubert gewidmet. Am Sonntag, 11. Oktober, erklingen dort zwei geistliche Werke des Komponisten: die „Missa solemnis“ in Es-Dur, D 950, und das „Tantum ergo“ in Es-Dur, D 962. Das Projekt vereint Chor, Orchester und fünf Gesangssolisten. Beginn ist um 18 Uhr. Die „Missa solemnis“ gehört zu Schuberts umfangreichsten kirchenmusikalischen Arbeiten. Sie entstand in seinem letzten Lebensjahr und blieb zu seinen Lebzeiten unaufgeführt. In der Es-Dur-Messe begegnet der vertraute liturgische Text einer Musik, die über den Rahmen des Gottesdienstes hinausweist. Chor und Orchester tragen die großen Abschnitte, die Solisten treten in den einzelnen Teilen hervor und verleihen dem gemeinsamen Klang eine persönliche, individuelle Farbe. Das „Tantum ergo“ ergänzt das Programm mit einer Vertonung des eucharistischen Hymnus. In der Verbindung beider Werke entsteht ein musikalischer Bogen von der großen Messkomposition zur konzentrierten geistlichen Gesangsszene.

Sakrale Atmosphäre

Für die Aufführung in der Basilika haben sich der Projektchor und das Orchester Maria Bildstein zusammengefunden. Die Solopartien übernehmen Birgit Plankel (Sopran), Lea Elisabeth Müller (Alt), Clemens Breuss (Tenor I), Stefan Rüf (Tenor II) und Michael Schwendinger (Bass). Benjamin Lack, seit 2006 Domkapellmeister an St. Nikolaus in Feldkirch, wo er mit den Ensembles der Dommusik das stilistisch weit gefächerte Repertoire der musica sacra pflegt, leitet die Aufführung. Die Besetzung mit zwei Tenören unterstreicht die besondere Anlage des Solistenensembles. Die Basilika bietet dem Werk einen passenden Rahmen: Schuberts Messe entfaltet ihre Wirkung aus dem Zusammenspiel von Stimmen und Orchester, von gemeinschaftlichem Chorklang und solistischen Momenten. Das Konzert lädt dazu ein, zwei geistliche Kompositionen in einem Raum zu erleben, dessen sakrale Atmosphäre die Musik unmittelbar aufnimmt. Zusammen eröffnen sie zwei Zugänge zu Schuberts geistlichem Schaffen: die große Messe und den Hymnus. Das Konzert beginnt am Sonntag, 11. Oktober, um 18 Uhr in der Basilika Maria Bildstein. Karten sind im Vorverkauf über kultur-bildstein.at erhältlich.

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