Erst auf der Siegerstraße, dann schlägt der Derby-Schreck doppelt zu

84 Minuten schien der Sieg im Stadtderby fix, dann drehte Tamas Herbaly groß auf
Hohenems Was für ein Derby, was für eine dramatische Wende! Der FC Dornbirn hat mit einem 2:1-Auswärtssieg beim VfB Hohenems die Regionalliga West wieder richtig spannend gemacht. Vor 1150 Zuschauern im Herrenried wurde ausgerechnet Tamas Herbaly zum großen Matchwinner. Der Ungar, der einst 33 Tore für die Emser erzielt hatte, drehte mit einem späten Doppelpack binnen zwei Minuten das Stadtduell. Seine Saisontreffer zwölf und 13 beendeten zugleich die beeindruckende Serie von sechs Hohenemser Siegen in Folge.

Dabei war Dornbirn über weite Strecken die spielerisch bessere Mannschaft. Die Rothosen riskierten mehr, kombinierten gefälliger und erspielten sich eine Fülle guter Möglichkeiten. Kovacs (19./50.), Herbaly (39.), Krnjic (44.) und Demir (45.) ließen ihre Chancen ungenützt. In der 49. Minute traf Herbaly zudem nur die Torumrandung. Auf der Gegenseite vergaben Nagler (7./10./60.) und Weissenhofer (38.) für den Tabellenführer.




Als Joker Valdir in der 67. Minute mit seinem ersten Ballkontakt eine Traumflanke von Nagler per Kopf zum 1:0 verwertete, schien Hohenems auf der Siegerstraße. Doch dann kamen die unglaublichen 120 Sekunden des Tamas Herbaly. In der 84. Minute traf der Dornbirner Kapitän mit einer wunderschönen Direktabnahme aus fünf Metern zum Ausgleich. Nur zwei Minuten später bugsierte er den Ball aus kurzer Distanz volley zum umjubelten 2:1 ins Netz.
Dornbirn-Trainer Roman Ellensohn war überglücklich: „Leistung und Ergebnis passen. Wir hatten mehr Chancen, haben mehr riskiert und Fußball auf gutem Niveau gespielt. Wir hatten mehr vom Spiel, Hohenems hat sich nur hinten reingestellt.“
Auch Doppelpacker Herbaly jubelte: „Der Sieg war extrem wichtig für uns und wir haben uns die drei Punkte auch redlich verdient. Wir sind zurück im Konzert der Großen und wieder den Spitzenteams auf den Fersen.“










Bei VfB-Coach Werner Grabherr saß der Frust tief: „Die zwei Minuten mit zwei Gegentoren tun verdammt weh. Die zwei Verletzungen von zwei starken Verteidigern waren schon ein Schock. Es war ein glücklicher Sieg für Dornbirn. Das Spiel war ständig auf der Kippe.“
Hohenems bleibt Tabellenführer. Dornbirn verbessert sich auf Rang vier und ist wieder voll im Titelrennen. VN-TK









