Berlinger wartet auf den Himmel

Marcus Harm bringt in der Theatergarage Sulz einen bissigen Mundart-Monolog auf die Bühne.
Sulz Das “kulturelle Stundenhotel für Herz und Hirn”, wie ihr Leiter Armin Weber die “Theatergarage” (Sulz, Austraße 26) auch nennt, hat für die nächste Zeit einige attraktive Veranstaltungen auf dem Programm. Zum Auftakt gibt es am Donnerstag, 15. Oktober, den vom bekannten Vorarlberger Schauspieler Marcus Harm nach dem Originalstück “Firlinger” von Norbert Silberbauer verfassten Mundart-Monolog “Berlinger”.
Harm nimmt das Publikum mit ins “ewige Wartezimmer”, wo der verstorbene Mesner Berlinger auf den Engel des Herrn, seine Abholund, den verdienten Einzug in den Himmel wartet. Schließlich hat er sein Leben lang versucht, ein anständiger, gläubiger Mensch zu sein. Doch niemand kommt.
Im Wartesaal beginnt Berlinger Bilanz zu ziehten: über Glauben und Kirche, Sünde und Moral, verpasste Gelegenheiten, Frauen, Beichte, Buße und die kleinen Abgründe eines vermeintlich untadeligen Lebens. Mit bissigem Humor, Sarkasmus und zunehmend grotesken Erinnerungen gerät seine Gewissheit ins Wanken.
Marcus Harm spielt Berlinger als selbstgerechten, zugleich berührenden menschlichen Einzelgänger – zwischen schwarzem Humor, Satire und der Frage, ob ein Leben nach Vorschrift wirklich ein erfülltes Leben war. Regie führt Armin Weber, die Premiere beginnt am Donnerstag, 15. Oktober um 20.30 Uhr.
Bald nach „Berlinger” stehen in der „Theatergarage“ die zwei ersten Konzerte der neuen Veranstaltungsreihe „Viertakter“ an: Am 7. November ist das „Florian King-Trio“ zu erleben, am 8. November die „Blue Monday Blues Band“. AME










