Von Bruce-Willy bis Matteo: Das sind die beliebtesten und kuriosesten Babynamen

Warum manche Eltern auf außergewöhnliche Vornamen setzen und welche Überraschungen die aktuelle Babynamen-Statistik bereithält.
Schwarzach Uranus, Milky, Cindrella, Aragorn, Gandalf oder Bruce-Willy: Bei der Wahl des Vornamens waren manche Eltern in den vergangenen Jahrzehnten durchaus kreativ. Sie alle haben eines gemeinsam: Laut Statistik Austria wurden diese Namen in den letzten 40 Jahren österreichweit nur ein einziges Mal vergeben.
Ganz anders sieht es bei Emma und Noah aus. Sie waren 2025 die beliebtesten Babynamen Österreichs. Insgesamt 559 der 36.887 neugeborenen Mädchen erhielten den Namen Emma. Bei den Buben entschieden sich die Eltern 674 Mal für Noah. Ausgewertet hat Statistik Austria die jeweils ersten Vornamen aller 2025 geborenen 36.887 Mädchen und 39.180 Buben.
Auf den weiteren Podestplätzen folgen bei den Mädchen Emilia und Marie, bei den Buben Paul und Maximilian. Noah schaffte es 2025 erstmals auf Platz eins. Emma hingegen kennt die Spitzenposition bereits. Sie war schon 2019 und 2022 der meistvergebene Mädchenname Österreichs.
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Emma und Matteo in Vorarlberg die Spitzenreiter
Ein etwas anderes Bild zeigt sich in Vorarlberg. Laut der Vornamensstatistik des Landes, die unterschiedliche Schreibweisen gleichlautender Namen zusammenfasst, liegt auch hier Emma (40) bei den Mädchen an der Spitze. Bei den Buben führt hingegen Matteo (33) die Rangliste an. Dahinter folgen Emil (31) und Österreich-Sieger Noah (30). Bei den Mädchen schafft es Ida (29) auf Rang zwei, Hannah und Sophia (jeweils 27) teilen sich den dritten Platz. Auch im Jahr 2024 war Matteo (35) der beliebteste Bubenname, bei den Mädchen führte Ella (31) die Hitliste an.

Ob ein Vorname genehmigt wird, entscheidet in Österreich das zuständige Standesamt. “Dabei ist zu beachten, dass zumindest der erste Vorname dem Geschlecht des Kindes nicht widersprechen darf und Bezeichnungen, die nicht als Vorname gebräuchlich oder dem Wohl des Kindes abträglich sind, nicht eingetragen werden dürfen”, erklärt der Standesbeamte Philipp Schröckenfuchs vom Standesamt in Bregenz. Dort musste bislang kein Name abgelehnt werden. “Wir konnten in allen Fällen eine einvernehmliche Lösung finden”, sagt Schröckenfuchs. Meist ging es lediglich um die Schreibweise.
Bei der Namenswahl beobachtet der Standesbeamte jedoch einen Wandel. “Sie ist weniger als experimentierfreudig, sondern vielmehr als international zu beschreiben.” Die zunehmende kulturelle Vielfalt spiegle sich auch in den Vornamen wider.

Gleichzeitig zeichnen sich zwei Trends ab: Während klassische Namen wie Arthur, Otto, Bruno und Anton bei Buben sowie Ida, Matilda und Frieda bei Mädchen weiterhin beliebt sind, wächst auch der Wunsch nach Individualität. “Eltern greifen vermehrt zu seltenen Vornamen wie Anouk, die häufig aufgrund ihrer Bedeutung ausgewählt werden.” Auffällig ist laut Schröckenfuchs, dass klassische Namen derzeit bei Buben stärker vertreten sind als bei Mädchen.
Vornamen mit Bedeutung
Iris und Björn Kirchmann aus Langen bei Bregenz haben sich bei ihren Kindern ebenfalls besondere Namen ausgesucht. Ihre Tochter Romy kam im Mai 2020 zur Welt, Sohn Richard folgte im Dezember 2021 und im März 2025 machte Magnus Hans die Familie komplett. “Wir mögen klassische und zeitlose Namen. Mir persönlich war wichtig, dass alle Kinder gleich viele Silben in ihren Vornamen haben. Das klingt für mich melodisch”, erzählt Iris Kirchmann. Für den Namen Magnus, der 2025 in Vorarlberg nur siebenmal vergeben wurde, setzte sich vor allem ihr Mann Björn ein. “Die Personen, die er mit diesem Namen kannte, hat er mit positiven Erinnerungen in Verbindung gebracht”, berichtet die dreifache Mutter. Zudem gefiel den Eltern, dass Magnus ebenso wie Björn ein nordischer Name ist. Auch der Zweitname Hans hat eine besondere Bedeutung: In Björns Familie wird er bereits in der dritten Generation vergeben, zudem erinnert er an Iris’ Vater Hansjörg.