Gemeinsam die Zukunft des Tales gestalten

Das Festival „Werkstatt fürs Tal“ bot Raum für Begegnungen, neue Ideen und gemeinsame Perspektiven.
Sonntag Wie wollen die Menschen im Großen Walsertal künftig leben, wohnen und ihren Lebensraum gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Festival „Werkstatt fürs Tal“, das vom 5. bis 11. Oktober an verschiedenen Orten im Biosphärenpark Großes Walsertal stattfand. Bereits am 2. Oktober hatte ein Kooperationsspiel in der CampusVäre den Auftakt gebildet. Zukunftsdialoge, Workshops und ein Labor für geteilte Verantwortung boten Gelegenheit, Ideen auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für die Region zu entwickeln.

Die nachhaltige Entwicklung des Biosphärenparks lebt davon, dass sich die Bevölkerung aktiv einbringt. Erfahrungen, Wissen und unterschiedliche Sichtweisen sollen dabei auch in Entscheidungsprozesse einfließen. Das Festival verfolgt das Ziel, den Austausch innerhalb der Region zu fördern und die gemeinsame Verantwortung für deren Zukunft zu stärken. Getragen wird die „Werkstatt fürs Tal“ von allen Gemeinden des Biosphärenparks Großes Walsertal. Für die Umsetzung zeichnet das Team der Biosphärenpark Großes Walsertal GmbH verantwortlich.

Gemeinsam neue Wege finden
Im Mittelpunkt des Festivals stand unter anderem das „Labor für geteilte Verantwortung“. Dabei kamen Menschen aus dem Großen Walsertal, aus anderen Teilen Vorarlbergs und darüber hinaus zusammen. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kultur, Kreativwirtschaft und Wissenschaft tauschten ihre Erfahrungen aus und beschäftigten sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen. Unterschiedliche Sichtweisen sollten neue Denkansätze und mögliche Handlungsschritte eröffnen.
Auch der „Beirat fürs Tal“, der als Bürgerbeirat den politischen Regionalvorstand begleitet, beteiligte sich an den Gesprächen. Darüber hinaus waren Bewohner aus den 37 kooperierenden Gemeinden des Vorarlberger Südens eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und sich über die Regionsgrenzen hinweg auszutauschen.

Von der Idee zur Umsetzung
Mit dem Format „Machbarschaft“ richtete sich das Festival insbesondere auch an junge Menschen. Sie erhielten die Möglichkeit, eigene Anliegen und Vorschläge für eine lebenswerte Region einzubringen und gemeinsam an deren Umsetzung zu arbeiten.

Die Veranstaltungen standen sowohl Einheimischen als auch Gästen offen. Zusätzlich wurden Menschen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und persönlich zur Teilnahme eingeladen. Damit sollten auch jene erreicht werden, die sich bisher wenig an regionalen Entscheidungsprozessen beteiligt hatten. Eine Teilnehmerin, die erst vor wenigen Monaten ins Tal gezogen war, berichtete, dass sie sich gerne ehrenamtlich engagieren würde, bislang aber nicht gewusst habe, an wen sie sich wenden könne. Die persönliche Einladung der Region habe ihr eine Möglichkeit eröffnet, Kontakte zu knüpfen und eigene Ideen einzubringen.
Neben den Gesprächsrunden und Workshops bot auch der ehemalige Novabar-Standort, der nun als „Fairclub“ genutzt wird, Gelegenheit für Begegnungen und gemeinsames Feiern.
Die „Werkstatt fürs Tal“ zeigte damit verschiedene Möglichkeiten auf, wie sich die Bevölkerung an der Zukunftsgestaltung des Großen Walsertals beteiligen kann. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch, neue Ideen und konkrete Schritte für ein nachhaltiges Zusammenleben in der Region. HAB