So zog die Gustav Tausende Besucher in ihren Bann

Handwerk, Mode, Kunst, Kulinarik, Stil. Die Gustav hatte was und ließ viele Zufriedene zurück.
Dornbirn Geschmäcker sind verschieden, ausgefallen und gewöhnlich, aufregend und nüchtern, aber vor allem viele. Was die Messe für Genuss und Design, besser bekannt unter dem Markennamen Gustav, auf den Flächen der Dornbirner Messehallen vereinigte, machte zahlreiche Besucher fündig auf ihrer Suche nach Besonderem.

Spezielle Hingabe
“Wir kommen hierher ohne definierte Kaufabsichten. Wir lassen uns gerne überraschen und tauchen in die Genussvielfalt ein. Mich interessieren vor allem spezielle Lebensmittel, die ich nur hier bekomme.” Sabrina (56) aus Immenstadt stößt mit einem Glas Weißwein mit ihrer Freundin Corinna (62) an, während sie hinzufügt: “Wir sind nicht zum ersten Mal hier. Und nicht zum letzten Mal.”

Eine spezielle Hingabe zu ihren Produkten zeichnet viele der insgesamt 167 Aussteller aus. Das beweist etwa auch Helga Hagen (55) aus Lustenau mit Kunsthandwerk aus Nepal. Ihre Sammlung von handgeschöpftem Papier aus dem Land im Himalaya präsentiert sie mit Geschichten über die Bedeutung des Handwerks in Nepal.

Bettwäsche und Glaskunstwerk
Wenige Meter daneben stellt Ulrika von der Thannen (58) Pelz- und Bettwäscheprodukte für höhere Ansprüche aus. “Bettwäsche kann man bei mir auf Maß bestellen. Ich hab’ sie in verschiedenen Materialien”, erklärt die Ausstellerin.

Mundgeblasene Glaskunstwerke gibt es bei Marco Duff aus der Schweiz. Eine besondere Attraktion sind die aus Glas gefertigten Lautsprechereinhausungen in verschiedensten Größen. “Diese Messe mit ihren interessierten Besuchern ist für mich und meine Produkte genau das Richtige.” Duff ist zum ersten Mal auf der Gustav vertreten.
Comeback und Stammgäste
Zum zweiten Mal ist der Weinhändler Nikola Vulai dabei. “Ich wurde heuer gefragt, ob ich nicht wiederkommen möchte. Jetzt bin ich hier, und ich bin hochzufrieden. Es sind so viele Leute hier, die ich ansprechen möchte. Bei uns herrscht Hochbetrieb.”

Von der ersten bis zur jetzt zwölften Gustav sind die Fenkarts aus Hohenems in Dornbirn präsent. Ihre köstlichen Schokoladenprodukte haben an Beliebtheit nichts eingebüßt. “Aber vor allem herrscht hier immer eine ideale Atmosphäre zwischen viel Betrieb und doch noch Zeit für die Kundschaften. Und: Keine Gustav war in den vergangenen Jahren so wie die andere”, beschreibt Petra Fenkart ihre Zuneigung zur Genussmesse.

Projektleiterin Madeleine Kohler (31) will den Tag noch nicht vor dem Abend loben. “Wir müssen die Gesamtbilanz noch abwarten. Die genauen Besucherzahlen liegen mir noch nicht vor. Aber vom Gefühl her nehme ich die diesjährige Gustav als gelungene Veranstaltung wahr.”
