Bietergefechte für die Klara-Schwestern

Viel Kunst und Hilfsbereitschaft bei der Benefizauktion für die Bregenzer Klaraschwestern.
Bregenz “Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten”, und peng sauste der Hammer nieder. Professionell und mitunter ausgesprochen lebhaft ging es am Donnerstag im Pfarrheim St. Gallus zu. 80 Bilder und 20 sakrale Gegenstände standen bei der Benefizauktion zugunsten der Bregenzer Klaraschwestern zur Versteigerung. Zuerst holten sich Gäste am Eingang eine Bieternummer bei Sr. Ruth Elisabeth und Regina Fiel, um sich an der Auktion zu beteiligen. Unter der Leitung von Arno Schuchter vom Harder Auktionshaus “Gegenwart Auktionen” entwickelte sich bald so manches Bietergefecht für die am großen Bildschirm gezeigten Kunstwerke.

Begehrt waren unter anderem ein signierter Druck von Christian Ludwig Attersee, der Druck einer Rötelzeichnung von Rudolf Wacker sowie weitere Werke bekannter und unbekannter Künstler. Unter den vielen Gästen befanden sich Kolumnist Walter Fink sowie Künstler und Galerist Gregor Koller, der bei mehreren Werken mitbot. Auch die Schirmherrschaft wurde an diesem Abend anschaulich: Abt Vinzenz Wohlwend vom Kloster Mehrerau, der die Auktion als Schirmherr und die Schwestern als geistlicher Beistand unterstützte, erhielt von Sr. Rita Maria einen Schirm. Gerhard Hofer aus Lustenau ersteigerte das erste Bild, um den Bann zu brechen. Manche waren auf bestimmte lokale Künstler fixiert, wie ein Ehepaar, das erklärte, auf den “Schwärzler” gewartet zu haben.

Geschenke wirken weiter
“Wir haben die Auktion seit Jänner vorbereitet”, betont Äbtissin Sr. Rita Maria im Vorfeld und dankt allen, die sich hier tatkräftig eingebracht haben. Die angebotenen Bilder und Gegenstände stammen aus Schenkungen an die Gemeinschaft. Mit der Auktion dienen sie nun erneut einem guten Zweck: Der Erlös kommt dem Lebensunterhalt der Schwestern sowie ihrem seelsorgerischen und sozialen Wirken zugute.

Zahlreiche Werke hatten Herbert und Elke Alber aus der ehemaligen Galerie Arthouse beigesteuert. Fotografin Petra Rainer setzte die Bilder und Gegenstände für den Auktionskatalog ins Bild. Theatermacherin Barbara Herold brachte sich als Nachbarin des Klosters in die Organisation ein und übernahm die Medienarbeit. Getragen wurde die Veranstaltung von einem Kernteam rings um den Verein “Freunde der Klaraschwestern” mit Vereinsobfrau Veronika Marte, Monika Amann und Monika Dintner. Veronika Marte bezeichnete die Schwestern als “Juwelen der Stadt” und unterstrich, wie wichtig es ist, deren Arbeit zu unterstützen.

Nächste Gelegenheit im November
Der Verein wurde 1997 von Bregenzerinnen und Bregenzern gegründet, um das ehemalige Kapuzinerkloster für die Schwestern der Hl. Klara zu renovieren und zu sichern. Seit mittlerweile 25 Jahren lebt die Gemeinschaft dort. Die einmalige Benefizauktion soll dazu beitragen, ihre finanziellen Grundlagen langfristig zu festigen. Wer bei der Auktion nicht zum Zug kam, hat am 14. November eine weitere Gelegenheit: Beim Klostermärktle werden von 9 bis 16 Uhr alle Bilder und sakralen Gegenstände angeboten, die an diesem Abend nicht versteigert wurden. Auch für Speis und Trank ist gesorgt.



