VOL.AT-Eliteliga brutal eng: Oben fliegen die Fetzen, unten droht der Absturz

Sport / 19.10.2026 • 11:35 Uhr
Egg siegt erwartungsgemäß gegen Riefensberg klar. VN-SERRA
Egg siegt erwartungsgemäß gegen Riefensberg klar. VN-SERRA

Egg jagt die Winterkrone, im Tabellenkeller wächst die Angst vor dem Abstieg.

Egg Diese Liga kennt keine Langeweile! Zehn Spieltage sind absolviert, 270 Minuten stehen bis zur Winterpause noch auf dem Programm. Und die VOL.AT-Eliteliga präsentiert sich als sportliches Pulverfass. Während an der Spitze jeder Punkt zählt, wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Besonders brisant: Am Saisonende könnten statt eines einzigen gleich drei Vereine in die Vorarlbergliga absteigen. Ein Szenario, das den Kampf um jeden Zähler zusätzlich verschärft.

Egg siegt gegen den Neuling klar. VN-SERRA
Egg siegt gegen den Neuling klar. VN-SERRA

Tabellenführer FC Egg hat mit 23 Punkten derzeit die besten Karten, doch von einer Vorentscheidung kann keine Rede sein. Admira Dornbirn lauert mit 19 Zählern, Rotenberg und der Dornbirner SV folgen mit jeweils 18 Punkten. Gerade einmal fünf Punkte trennen die ersten vier Mannschaften. Und dahinter wartet mit dem FC Bizau ein gefährlicher Verfolger, der bei einem Spiel weniger ebenfalls noch kräftig mitmischen kann.

Das Bild täuscht zwischen Egg und Riefensberg. VN-SERRA
Das Bild täuscht zwischen Egg und Riefensberg. VN-SERRA

Was diese Liga so reizvoll macht, ist ihre Unberechenbarkeit. Favoriten müssen Woche für Woche liefern, vermeintliche Außenseiter können jederzeit zuschlagen. Der überraschende Auswärtssieg des FC Hard in Nenzing und der beeindruckende Derbyerfolg von Bizau gegen Rotenberg haben das einmal mehr unterstrichen. Egg wiederum verfügt mit Dominik Fessler und Jan Stefanon über ein Offensivduo, das derzeit den Unterschied ausmacht.

Derbytime in der Junkerau. VN-SERRA
Derbytime in der Junkerau. VN-SERRA

Noch dramatischer präsentiert sich die Situation im unteren Tabellendrittel. Zwischen Alberschwende auf Rang zehn und Schlusslicht Austria Lustenau liegen gerade einmal drei Punkte. Ein einziger Sieg kann die Ausgangslage völlig verändern, eine Niederlagenserie hingegen fatale Folgen haben. Selbst Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld dürfen sich angesichts eines möglichen verschärften Abstiegsmodus keineswegs sicher fühlen.

Marcel Meusburger mit Egg ganz oben. VN-SERRA
Marcel Meusburger mit Egg ganz oben. VN-SERRA

Besondere Anerkennung verdient die Austria Lustenau II. Obwohl die Fohlentruppe das Tabellenende ziert, setzt sie konsequent auf ihren Nachwuchs und verzichtet bislang auf den Einsatz eines echten Vollprofis.

Vier Heimsiege, drei Auswärtserfolge, 26 Treffer und drei Platzverweise prägten den zehnten Spieltag. Doch die Geschichte erzählt die Tabelle: Oben ist der Kampf um die Winterkrone offen, unten droht mehreren Vereinen ein ungemütlicher Herbstabschluss. VN-TK