Zusammenspiel auf höchstem Niveau

Zwei Uniprofessoren zogen als profilierte Konzertgitarristen alle Register ihres Könnens.
Hörbranz. Mit ihrem Doppelkonzert schufen die Gitarrenvirtuosen Alexander Swete und Martin Schwarz am vergangenen Wochenende ein Musikerlebnis der nicht alltäglichen Art im Leiblachtalsaal. Trotz ihres internationalen Renommees – grundsätzlich musizieren sie auf den großen internationalen Bühnen – setzten die beiden auf eine familiäre Atmosphäre.

“Ganz bewusst haben wir auf einen kleinen Rahmen gesetzt, um näher am Publikum sein zu können”, erklärte Universitätsprofessor Alexander Swete. Zwischen den einzelnen Werken führten die Musiker mit Charme und Hintergrundgeschichten durch das Programm. Von Wien bis Sevilla reichte die musikalische Reise, die das Publikum durch unterschiedliche Epochen, Länder und Klangwelten führte. Dabei beeindruckten die beiden Künstler nicht nur mit technischer Perfektion, sondern vor allem mit ihrer außergewöhnlichen Ausdruckskraft.

Verbundenheit
Dass hinter dem scheinbar mühelosen Zusammenspiel höchste Präzision steckt, erklärte der in Hörbranz aufgewachsene Profimusiker Swete augenzwinkernd dem Publikum: “Wir spielen heute auf gesamt 14 Saiten, da muss man nachstimmen, um den Werken die jeweilige Klangfarbe verleihen zu können.”

Der Schlüssel zum Erfolg des Konzertwochenendes lag jedoch nicht nur in der künstlerischen Klasse, sondern auch in der jahrzehntelangen Verbundenheit der beiden Profis. “Wir haben im September drei Tage in Hörbranz miteinander geprobt”, berichtete Universitätsprofessor Martin Schwarz und bedankte sich bei seinem langjährigen Wegbegleiter für die Vorbereitung und die Freundschaft seit Studientagen. Die Besucherinnen und Besucher erlebten ein Zusammenspiel auf höchstem Niveau, geprägt von Leidenschaft, Präzision und gegenseitigem Vertrauen.

Kulturelle Diagnose
Auch Markus Jenny, Veranstalter und Obmann des örtlichen Kulturausschusses, freute sich gemeinsam mit Thomas Jochum, Stefan Fischnaller und weiteren Gästen über den Konzertabend und die große Resonanz. Einen besonders treffenden Schlusspunkt unter die Sonntagsaufführung setzte schließlich Arno Trplan, sozusagen mit einer medizinisch-kulturellen Diagnose: “Die Musik tut der Seele gut und bringt Körper und Geist in Einklang”, konstatierte der Hörbranzer Gemeindearzt. MST

