Handball: Heimspiel um den Bundessieg

Bei der Handball-Landesmeisterschaft qualifizieren sich vier Vorarlberger Schulteams.
Dornbirn Es ist kurz nach 9 Uhr in der Messeballsporthalle 2 in Dornbirn. Auf der Ziffernanzeige steht es bereits 47:15, als sich die BHAK Bregenz und die HTL Dornbirn gegenüberstehen. Auf dem Spielfeld wird um jeden Ball gekämpft, die Zeit läuft. Für die Schulteams geht es an diesem Dienstag um den Landesmeistertitel im Schul-Handball und die Qualifikation für die Bundesmeisterschaften der Schul Olympics. Am Ende dürfen sich die Bregenzer Burschen über den Turniersieg freuen. Bei den Mädchen setzt sich das BORG Schoren durch.

Heimvorteil im November
Sechs Schulteams aus Vorarlberg sind es heuer, die an diesem Vormittag um den Landesmeistertitel kämpfen. Das Niveau ist hoch, der Einsatz entsprechend groß. Schließlich ist der Weg zur Bundesmeisterschaft heuer besonders reizvoll – sie findet vom 30. November bis zum 3. Dezember in Bregenz statt. Vorarlberg ist damit Gastgeber des österreichweiten Bewerbs. Weil das Land die Veranstaltung ausrichtet, lösen diesmal nicht nur die Landesmeister, sondern auch die Zweitplatzierten das Ticket für die Bundesmeisterschaft.

Bei den Burschen gewinnt die BHAK Bregenz vor dem BG Blumenstraße. Bei den Mädchen holt sich das BORG Schoren den Landesmeistertitel, die BHAK Bregenz belegt Rang zwei. Damit dürfen gleich vier Vorarlberger Schulteams im November vor heimischem Publikum antreten.

Für Christoph Neyer, Schulsportbeauftragter des Landes Vorarlberg, und Birgit Walsch, zuständig für den Schulsport Handball, ist mit dem Qualifikationsturnier ein erster Schritt geschafft. Die eigentliche Arbeit für das große Ereignis steht dem Organisationsteam aber noch bevor. “Wir sind eigentlich schon seit einem Jahr dran und freuen uns einfach sehr auf diese Veranstaltung, die großartig werden wird”, sagt Walsch.

Dass die Bundesmeisterschaft in Vorarlberg stattfindet, ist keine Selbstverständlichkeit. “Das letzte Mal waren wir das vor 18 Jahren”, erzählt Neyer. Erwartet werden mehr als 200 Jugendliche aus ganz Österreich. Sie müssen nicht nur sportlich betreut, sondern auch untergebracht und durch die vier Turniertage begleitet werden. Das Team will deshalb mehr bieten als spannende Spiele.

Mehr als nur Handball
Geplant ist eine feierliche Eröffnung im Klosterhof der Mehrerau, begleitet von der Militärmusik. Auch ein Besuch im Bregenzer Stadtbad und ein Abstecher auf den Weihnachtsmarkt stehen auf dem Programm. Die Jugendlichen sollen einander auch abseits des Spielfelds kennenlernen. “Neben dem Sportlichen sollen die Teilnehmer auch rund um das Turnier unvergessliche und verbindende Erlebnisse haben”, sagt Neyer. Und: “Es geht darum, Erinnerungen zu schaffen, die über die Schulzeit hinausreichen.”

Für die Vorbereitungen kann das Organisationsteam auf breite Unterstützung zählen. “Wir haben im Schulsport im Ländle ein tolles Miteinander mit Lehrern, Schülern und treuen Unterstützern”, sagt Neyer. Für die Bundesmeisterschaft sei man zudem auf die Hilfe des Landes, der Stadt Bregenz und zahlreicher Partner und Sponsoren angewiesen. “Ihnen gilt ein besonderer Dank, denn nur gemeinsam lässt sich so eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf die Beine stellen”, erklärt er.
Für die erfolgreichen Teams ist die Qualifikation an diesem Vormittag geschafft. Im November wartet die nächste Herausforderung – und für die Organisatoren die Aufgabe, den besten Schulmannschaften Österreichs in Bregenz faire Wettkämpfe und ein gemeinschaftliches Erlebnis zu bieten. CTH

