Staufenlauf bringt 15.000 Euro für guten Zweck

VN / 21.10.2026 • 09:45 Uhr
Gemeinsam für die gute Sache: Der Kneipp Aktiv-Club Dornbirn und die Staufenbewegung organisierten den Lauf mit Unterstützung zahlreicher Helfer und Partner.
Gemeinsam für die gute Sache: Der Kneipp Aktiv-Club Dornbirn und die Staufenbewegung organisierten den Lauf mit Unterstützung zahlreicher Helfer und Partner. Greber

150 Läufer und zahlreiche Unterstützer sorgten beim Staufenlauf für einen Spendenrekord.

Dornbirn Der Moment nach der Siegerehrung gehörte am Wochenende nicht den schnellsten Läuferinnen und Läufern, sondern drei Mädchen. Aenna, Lina und Nala waren mit ihren Angehörigen zur Übergabe gekommen, als der Kneipp Aktiv-Club Dornbirn und die Staufenbewegung den Spendenscheck über 15.000 Euro an Joe Fritsche von der Organisation “Stunde des Herzens” überreichten. Denn beim Staufenlauf zählt nicht nur, wer die steilen 1000 Höhenmeter am schnellsten bewältigt. Entscheidend ist auch, was am Ende für den guten Zweck bleibt.

Heuer sind es 15.000 Euro, die den drei Staufenkindern zugutekommen. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezahlten jeweils 50 Euro Startgeld, damit kamen allein über die Startplätze 7500 Euro zusammen. Noch einmal so viel steuerten Unternehmen und Privatpersonen bei. Der gesamte Betrag ging an die von Joe Fritsche betreuten Patenkinder.

Spannendes Duell zwischen Petra Summern und Nicole Klingler um Platz 1
Spannendes Duell zwischen Petra Summer und Nicole Klingler um Platz 1. Greber

Hilfe aus Dornbirn für Dornbirn

Veranstaltet wird der Staufenlauf seit 2011 vom Kneipp Aktiv-Club Dornbirn gemeinsam mit der Staufenbewegung, die von Bruno Greber initiiert wurde. Dahinter steht eine lose Gemeinschaft von Menschen und Institutionen, die sich für das Rennen und vor allem für den karitativen Zweck engagieren.

“Dass der Reinerlös vollständig gespendet werden kann, liegt auch an Partnern, die Leistungen und Kosten übernehmen”, erklärt Greber. Die Stadt Dornbirn stellt die Infrastruktur bereit, die Bergrettung Dornbirn sorgt für die Sicherheit. Laufpartner unterstützen die Veranstaltung mit Verpflegung und Läuferessen. Dazu kommen viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. So kann das Startgeld zur Gänze dem guten Zweck zugutekommen.

Zahlreiche Ehrenamtliche engagierten sich auch heuer beim Staufenlauf.
Zahlreiche Ehrenamtliche engagierten sich auch heuer beim Staufenlauf. Greber

Die 15.000 Euro sind ein neuer Höchststand. 2024 wurden 12.000 Euro an “Stunde des Herzens” übergeben, 2025 waren es 13.000 Euro. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2007 kamen laut Veranstaltern bereits mehr als 130.000 Euro für Kinder und soziale Projekte zusammen. Bei der Tombola durften sich heuer 15 Gewinner über Preise wie Tourenski, ein Gravelbike, Hotelwochenenden, Garmin-Uhren und Sonnenbrillen freuen. Danach ging die Feier beim Camping Dornbirn weiter.

15.000 Euro für den guten Zweck - der diesjährige Staufenlauf erzielte einen Rekorderlös zugunsten von Aenna, Lina und Nala.
15.000 Euro für den guten Zweck – der diesjährige Staufenlauf erzielte einen Rekorderlös zugunsten von Aenna, Lina und Nala. Greber

Sportlicher Einsatz, gemeinsamer Erfolg

Auf der Strecke von der Karrentalstation zur Staufenspitze waren rund 150 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Die 3,9 Kilometer mit rund 1000 Höhenmetern verlangten ihnen einiges ab. Nicole Klingler und David Aberer waren diesmal die Schnellsten und sicherten sich erstmals den Sieg. Auch Gerhard Seiwald hatte Grund zur Freude: Er nahm als einziger Teilnehmer an allen 14 Staufenläufen teil. Als Anerkennung erhielt er vom akademischen Bildhauer Udo Rabensteiner eine Bronzestatue – das “Läuferbein”.

Gerhard Seiwald war der einzige Teilnehmer, der bei allen 14 Staufenläufen am Start war.
Gerhard Seiwald war der einzige Teilnehmer, der bei allen 14 Staufenläufen am Start war. Greber

Und so gab es auch heuer wieder ganz viele Sieger beim Staufenlauf. Für die drei Mädchen bedeutet die Unterstützung mehr als eine Zahl auf dem Scheck. Sie ist ein Zeichen, dass viele Menschen in ihrer Heimat an sie denken und helfen wollen – und für die Organisatoren zeigte sich nach dem Lauf, dass sich der Einsatz wieder mehr als gelohnt hat. CTH

David Aberer krönte sich heuer zum Staufenkönig.
David Aberer krönte sich heuer zum Staufenkönig. Greber