Von Nussknackern und heimlichen Gärtnern

In der FamilienForscherZeit in der Stadtbibliothek drehte sich alles um das Eichhörnchen.
Dornbirn Sie springen von Ast zu Ast, balancieren auf schmalen Zweigen und knacken Nüsse mit ihren kräftigen Vorderzähnen: Eichhörnchen sind wahre Akrobaten. Doch was steckt hinter den Pinselohren und dem buschigen Schwanz? Dieser Frage gingen die Nachwuchsforscher bei der FamilienForscherZeit in der Stadtbibliothek auf den Grund. Peter Ladstätter und Edith Ritter-Ladstätter nahmen die Kinder mit in die Welt der flinken Nager.

Kobel für den Nachwuchs
Zum Einstieg betrachteten die Kinder mithilfe eines Kamishibai Bilder von Eichhörnchen und lernten dabei ihre wichtigsten Merkmale kennen. Peter Ladstätter hatte außerdem einen echten Eichhörnchenkobel dabei – ein Nest, das er von der inatura ausgeliehen hatte.

Die Kinder erfuhren, dass Eichhörnchen Säugetiere sind und ihre Jungen in einem geschützten Nest aufziehen. Besonders spannend: Jedes Jungtier hat beim Säugen seine eigene Zitze, die es am Geruch wiedererkennt. Nach acht bis zehn Wochen verlassen die jungen Eichhörnchen den Kobel und müssen selbstständig zurechtkommen. Auch im Winter bleiben sie aktiv: Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern ruhen viel und verlassen zwischendurch ihr Nest.

Vergessliche Verstecker
Natürlich ging es auch darum, was Eichhörnchen fressen. Neben Nüssen und Bucheckern stehen auch Pilze auf dem Speiseplan. Gelegentlich plündern sie sogar Vogelnester. Im Herbst verstecken Eichhörnchen Nüsse an verschiedenen Orten – und finden längst nicht alle wieder. “Aus den ungefundenen Nüssen wachsen dann irgendwann Bäume – somit sind die Eichhörnchen heimliche Gärtner”, erklärte Peter Ladstätter.

Auch in der Stadtbibliothek hatten die vergesslichen Nager einige Nüsse versteckt. Die Kinder machten sich auf die Suche und sammelten die Fundstücke ein. Anschließend durften sie auf einem Arbeitsblatt jene Lebensmittel ausmalen, die Eichhörnchen tatsächlich fressen.



Auf Entdeckungsreise
Danach gingen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern auf Entdeckungsreise durch die Stadtbibliothek. In Büchern, Sachbüchern und anderen Medien hielten sie Ausschau nach Eichhörnchen und waren gespannt, welche Entdeckungen die anderen gemacht hatten. Anschließend wurde es gemütlich: Peter und Edith lasen den Kindern aus dem Buch “Ich will kein Eichhörnchen mehr sein” vor. Darin probiert das Eichhörnchen verschiedene Tier-Identitäten aus, weil es lieber jemand anderes sein möchte. Am Ende erkennt es jedoch, dass es am schönsten ist, einfach es selbst zu sein.

Auch beim Basteln und Malen konnten die Kinder kreativ werden. Zum Abschluss wartete eine gemeinsame Herausforderung: Sie setzten ein dreidimensionales Eichhörnchenpuzzle zusammen.

Die FamilienForscherZeit verbindet Naturwissen mit gemeinsamen Erlebnissen und lädt Familien dazu ein, die Stadtbibliothek als Ort des Entdeckens kennenzulernen. Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern zwischen fünf und acht Jahren. Die nächste FamilienForscherZeit im Jänner hat den Raben zum Thema. LCF




