Vom Außenseiter zur Nummer eins: Schlins stellt den Walgau auf den Kopf

Vor 1020 Fans und Rekordkulisse feiert Schlins einen historischen 3:0-Derbysieg.
Schlins Damit hatten wohl die wenigsten Fans gerechnet. Ausgerechnet Aufsteiger FC Schlins hat im mit Spannung erwarteten Walgau-Derby ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Vor der Rekordkulisse von 1020 Zuschauern fertigte der Neuling den favorisierten FC Nenzing mit 3:0 (0:0) ab. Nach zehneinhalb Jahren ohne direktes Ligaduell wurde das Nachbarschaftsduell zu einem denkwürdigen Match für die Gastgeber. Schlins kletterte vom achten auf den sechsten Tabellenplatz und ist nun nicht nur der beste Aufsteiger der VOL.AT-Eliteliga, sondern auch der bestplatzierte Walgauer Verein. Nenzing stürzte dagegen um drei Plätze auf Rang neun ab.
Dabei musste sich die Rekordkulisse bis zur zweiten Halbzeit gedulden, ehe die Tore fielen. Schlins hatte bereits vor der Pause drei Hochkaräter vergeben. Simon Morscher brach schließlich den Bann und verwandelte einen Elfmeter zum 1:0 (54.). Nur neun Minuten später folgte der nächste Rückschlag für die Gäste: Furkan Alkun sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. In Überzahl schlug Schlins gnadenlos zu. Max Hartmann erhöhte in der 69. Minute auf 2:0, ehe Elias Dobler in der 81. Minute mit dem dritten Treffer endgültig für klare Verhältnisse sorgte.
Für Schlins-Trainer Thomas Vonbrül war der Triumph gegen seinen ehemaligen Verein besonders wertvoll. “Der 3:0-Sieg ist verdient. Nach dem Seitenwechsel hat meine Mannschaft die nötigen Tore erzielt und keine zwingenden Chancen der Gäste mehr zugelassen. Wir waren an diesem Tag das bessere Team und wir können allen nur ein großes Kompliment machen”, lobte Vonbrül seine Spieler und die Umsetzung der taktischen Vorgaben.
Für Nenzing, das ohne Standardtormann Andre Breitfuss sowie die Langzeitverletzten Semih Yasar und Pablo Nascimento als auswärtsstärkstes Team der Liga angereist war, setzte es eine bittere Derbypleite. Die zweite Niederlage auf fremdem Platz tut der Elf um Trainer Daniele Polverino verdammt weh. Schlins hingegen verwandelte die Untere Au in eine Jubelzone. Aus dem Aufsteiger ist nach elf Runden die neue sportliche Nummer eins im Walgau geworden. Ein Erfolg, der weit über drei Punkte hinausgeht. Im Unternehmen Klassenerhalt hat Schlins schon wichtige Zähler auf der Habenseite. VN-TK




















