80 Jahre Rheintalische Musikschule: Ein Jubiläum voller Klang

Rheintalische Musikschule eröffnete am Freitagabend ihr Jubiläumsjahr.
Lustenau Eine Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt, festliche Klänge und Menschen, die gemeinsam Musik entstehen lassen: Der Auftakt zum Jubiläumsjahr der Rheintalischen Musikschule war ein Abend, der zeigte, wie viel in 80 Jahren gewachsen ist. 80 Jahre voller Musik, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse. “Viele Menschen stehen hinter diesem Erfolg”, betonte Musikschuldirektor Dietmar Nigsch zu Beginn des Konzertes am Freitagabend in der Kirche St. Peter und Paul. Er erinnerte an die Schülerinnen und Schüler, die Lehrpersonen und die Eltern, die ihre Kinder zum Üben motivieren und sie auf ihrem musikalischen Weg begleiten. Ebenso wichtig seien die politisch Verantwortlichen, die der Musikschule den nötigen Rückhalt geben. Denn musikalische Entwicklung brauche nicht nur Talent und Fleiß, sondern auch Menschen, die sie ermöglichen.

Gemeinsam mehr schaffen
Den festlichen Auftakt gestaltete das Blechbläserensemble mit der “Fanfare pour précéder la Péri” von Paul Dukas. Anschließend folgte das “Cantique de Jean Racine” von Gabriel Fauré. Der komponierte das Werk 1865 im Alter von nur 19 Jahren als Abschlussarbeit und Wettbewerbsbeitrag während seiner Ausbildung und gewann damit den ersten Preis. Aufgeführt wurde das Stück von der Sinfonietta Lustenau und dem Jubiläumschor der Rheintalischen Musikschule. Dieser vereinte Chorsängerinnen und Sänger aus der Region, ehemalige und aktive Musikschullehrende sowie Mitarbeitende der Schule. Für Direktor Nigsch steht das Werk sinnbildlich für die Musikschule: “Hier kommen Menschen zusammen, bringen ihre Stimme ein und schaffen dadurch etwas viel Größeres als ihre Stimme allein.”

Musikalischer Höhepunkt
Den Höhepunkt des Abends bildete die feierliche und mitreißende Vertonung des Lobgesangs der Maria aus dem Lukasevangelium. Mit “Magnificat” von John Rutter durfte das Publikum einer klangprächtigen, dynamischen und festlichen Musik lauschen. Unterstützt wurde die Aufführung vom Kirchenchor St. Gallus aus Tettnang. Die Solistin Birgit Plankel begeisterte das Publikum und setzte einen besonderen Akzent in einem Konzert, das von der Zusammenarbeit zahlreicher Mitwirkender lebte.

Auch Bürgermeister Patrick Wiedl gratulierte zum Jubiläum. Sein Geschenk dürfte über den Konzertabend hinaus Wirkung zeigen: Beim nächsten Fahrplanwechsel im Dezember soll die Musikschule eine eigene Bushaltestelle bekommen. Damit wird eine lang gehegte Forderung aufgegriffen.

Ein Auftakt, kein Schlussakkord
Für die Rheintalische Musikschule ist der Konzertabend erst der Anfang. Über das gesamte Schuljahr hinweg sind weitere musikalische Höhepunkte geplant, die das 80-jährige Bestehen begleiten werden. Der Auftakt am Freitagabend hat deutlich gemacht, was die Musikschule seit acht Jahrzehnten auszeichnet: Sie bringt Menschen zusammen, fördert musikalische Talente und schafft gemeinsame Erlebnisse. Damit blickt sie nicht nur auf eine lange Geschichte zurück, sondern setzt auch ein Zeichen für die Zukunft. BVS







