Hochwasser-Jahrhundertprojekt gefeiert

Neuer Bildstock und Damm in Götzis kirchlich gesegnet, Baum gepflanzt und Projekt genauer erklärt.
Götzis Ein technisch sehr aufwendiges und optisch eindrucksvolles Bauwerk ist der Damm, der am Eingang zur Götzner Örflaschlucht errichtet wurde. Um ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 47.000 Kubikmetern zu bekommen, wurden rund 15.500 Kubikmeter Material aufgeschüttet und der 18 Meter hohe Damm mit 63 Injektionssäulen aus Zement und Beton verstärkt.
“Das Wichtigste ist, dass der Damm hält”, erklärte Erich Fritsch vom Ziviltechnikbüro Passer & Partner bei einer der Führungen für interessierte Besucher und Besucherinnen. Würde er brechen, käme zum Hochwasser eine Flutwelle hinzu. Die Haltbarkeit des auf ein hundertjähriges Hochwasser aus dem mit acht Quadratkilometern vergleichbar kleinen Einzugsgebiet ausgelegten Schutzbaus bezifferte der Fachmann auf deutlich mehr als hundert Jahre.
Das Bauwerk muss einen Wasserdruck von 15 Metern, umgerechnet 90 Tonnen, aushalten und dabei auch noch regulierbar sein. Die darin verlegten Hydraulikleitungen werden über ein Aggregat betrieben, das in einem entlang der neu angelegten Zufahrtsstraße erbauten Technikraum untergebracht ist. Damit die Dammanlage auch sicher hält, ist sie auf die 2,6-fache Menge eines hundertjährigen Hochwassers ausgelegt.
Die verschiedenen Bauwerke, also der schon zuvor errichtete Holzrechen aus Beton und der Damm, wurden mit einem Fest ihrer Bestimmung übergeben. Nach Ausführungen von Bürgermeister Manfred Böhmwalder und LR Christian Gantner spendete Dekan Rainer Büchel den kirchlichen Segen. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Gemeindemusik Götzis unter Leitung von Isabella Sauerwein.
Einen speziellen Beitrag in Form eines längeren, selbst verfassten Gedichts steuerte Hochzeitssängerin und Trauerrednerin Christine Nachbauer bei. Sie ist Teil des aus ihr, Nicole Gächter, Irene Lampert und Edeltraud Lorenz gebildeten “Kleeblatts”, das seit etlichen Jahren den Bildstock gepflegt hat, der im Zuge der Bauarbeiten weichen musste. Das Quartett drängte von Anfang an auf einen würdigen Ersatz und so entwarf Bauamtsleiter Matthias Wehinger ein zeitgemäßes sakrales Bauwerk aus Metall.
An einem Teil des durch andere Bäume und Sträucher rekultivierten Hanges neben dem Damm pflanzten Böhmwalder, Gantner, Projektleiterin Ramona Burtscher sowie Wilfried Lampert und Edi Hartmann von der Naturwacht eine Winterlinde.




























