Zwischen Abstiegssorgen und Titelträumen: Derby mit Sprengkraft

Zehn Pleiten gegen die beste Auswärtself: An der Ach steht einiges auf dem Spiel
Wolfurt 26 Punkte, 13 Tabellenplätze und sportliche Perspektiven, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Wenn Schlusslicht FC Wolfurt am Samstag um 14 Uhr den Tabellendritten VfB Hohenems empfängt, geht es in der 14. Runde der Regionalliga West um weit mehr als die Vorherrschaft im Ländle. Während die Grafenstädter noch vom Herbstmeistertitel träumen dürfen, sucht der Aufsteiger nach einem Ausweg aus seiner sportlichen Krise.
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Zehn Niederlagen am Stück, magere vier Punkte und bereits 41 Gegentore. Wolfurt liegt am Tabellenende. Soll der Klassenerhalt nicht frühzeitig in weite Ferne rücken, müssen dringend Punkte her.
Dabei ist die Mannschaft von Trainer Radisa Vucenovic zuletzt gleich zweimal an einem Erfolgserlebnis vorbeigeschrammt. Sowohl gegen Schwaz als auch gegen Kitzbühel führte Wolfurt über weite Strecken, ehe die Partien noch kippten. Es sind genau diese bitteren Rückschläge, die sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison ziehen.

Vucenovic sucht deshalb auch personell nach Lösungen. Der Coach hat seine Startelf bereits verändert, besonders die Umjenovic-Brüder finden sich inzwischen in völlig unterschiedlichen Rollen wieder. Die Hoffnung dahinter: mehr Stabilität, neue Impulse und endlich wieder ein zählbarer Erfolg.
Wie schwierig dieses Vorhaben wird, weiß der Wolfurter Trainer nur zu gut. „Ems ist ein großes Kaliber und seit Jahren ein Topteam der Westliga mit einer perfekten Vereinsphilosophie“, sagt Vucenovic.
Tatsächlich gehören die Grafenstädter auch heuer zur absoluten Ligaspitze. Sieben Runden lang stand die Mannschaft von Werner Grabherr auf Platz eins, der Herbstmeistertitel ist weiterhin in Reichweite. Vier Siege bei nur einer Niederlage machen Hohenems zur besten Auswärtsmannschaft der Westliga.

„Ein enorm wichtiges Spiel für meine Mannschaft. Wir wollen keine unnötigen Punkte liegenlassen, sind vom Gegner gewarnt. Es gilt vollste Konzentration, wissen, was uns erwartet“, mahnt Hohenems Trainer Werner Grabherr. Unterschätzen darf man Wolfurt keineswegs, das haben die letzten Auftritte gezeigt.

Das Ländlederby wird am Samstag ab 14 Uhr auf VOL.AT im Livestream übertragen. Alexander Moosbrugger führt als Moderator durch die Begegnung. VN-TK