Eine Suppe mit Sinn und ein Abschied nach zwölf Jahren: “Das ist einfach eine gute Sache”

Ende des Jahres verlässt Patrick Hopf die Ammenegger Stuba. Bis dahin unterstützt er mit jeder Suppe armutsbetroffene Menschen.
Dornbirn Seit April 2015 führt Patrick Hopf (44) die Ammenegger Stuba in Dornbirn. Doch bald steht ein Wechsel an. Im Jänner übersiedelt der 44-Jährige nach Röthis. Zum Abschied serviert er in seinem Lokal in der Parzelle Ammenegg eine besondere Suppe – eine „Suppe mit Sinn“.


Die Winterspendenaktion der „Tafel Österreich“ gibt es seit 2007. Im Vorjahr beteiligten sich österreichweit rund 150 Lokale und sammelten rund 50.000 Euro. Das Prinzip ist einfach: Gastronomen in ganz Österreich widmen jedes Jahr von 1. November bis 31. Dezember (optional bis Ende Februar) eine Suppe auf ihrer Speisekarte der Aktion. Pro verkaufter Suppe spenden sie einen Euro an armutsbetroffene Menschen.

In Vorarlberg gibt es die „Suppe mit Sinn“ aktuell in der Ammenegger Stuba. Patrick Hopf ist über ein Rundschreiben der Tafel auf die Aktion aufmerksam geworden. „Ich finde das einfach eine gute Sache. In der heutigen Zeit wird für die Menschen eh alles schwieriger, auch die Tafel bekommt weniger Spenden. Kein Gastronom bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn er einen Euro pro Suppe abgibt“, betont der gebürtige Rügener, der alle Suppen auf der Karte der Aktion gewidmet hat.

Die „Tafel Österreich“ versorgt seit 1999 armutsbetroffene Menschen mit geretteten Lebensmitteln. In Vorarlberg werden über die Kooperation mit „Tischlein deck dich“ rund 2000 Menschen in Sozialeinrichtungen wie Kaplan Bonetti in Dornbirn oder Dowas in Bregenz von der Non-Profit-Organisation versorgt.

Für Patrick Hopf ist die Aktion zugleich ein stimmiger Abschluss seiner Zeit in der Ammenegger Stuba. Ende Dezember ist nach fast zwölf Jahren Schluss. Das Gebäude wurde verkauft, Hopf zieht weiter und übernimmt Anfang Jänner das „Rössle“ im Zentrum von Röthis. „Ich habe im Mai das Angebot bekommen. Wir haben lange genug Ausflugsgastronomie gemacht. Jetzt gehen wir wieder in die Stadt. Das ist ein bisschen planungssicherer“, sagt Hopf und lacht.

Im Rössle möchte er Bekanntes und Neues verbinden: Klassiker wie Leber oder geschmorte Schweinsbäckchen, dazu Mittagsmenüs und ausgefallenere, regelmäßig wechselnde Empfehlungen. Auch die „Suppe mit Sinn“ soll mitübersiedeln. „Wenn die Tafel wieder auf mich zukommt, mache ich auf jeden Fall wieder mit. Suppe geht eigentlich immer“, merkt er an.


Nähere Infos zur Aktion unter:
www.suppemitsinn.at