Gemälde, die Geschichten erzählen

Finissage im Angelika Kauffmann Museum – Vorfreude auf das Jubiläumsjahr 2027.
Schwarzenberg Nach einer erfolgreichen Sommersaison ging im Angelika Kauffmann Museum die Sonderausstellung “Erlesen – Angelika Kauffmann und die Literatur” zu Ende. Den Abschluss bildete eine besondere Kuratorenführung mit Thomas Hirtenfelder, der den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern noch einmal spannende Einblicke in die Ausstellung und das Leben der berühmten Malerin vermittelte.
Museumsleiterin Marina Stiehle begrüßte die Gäste zur Finissage recht herzlich. Im Mittelpunkt der Führung standen die literarischen Quellen, die Angelika Kauffmann (1741–1807) für ihre Gemälde nutzte. Von antiken Epen und Tragödien über die Werke William Shakespeares und Torquato Tassos bis hin zu den Schriften ihrer Zeitgenossen Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Friedrich Gottlieb Klopstock spannte sich ein weiter Bogen durch die Literaturgeschichte.

Kurator Thomas Hirtenfelder erläuterte nicht nur die inhaltlichen Zusammenhänge der ausgestellten Werke, sondern gab auch Einblicke in die Entstehung einer Ausstellung dieser Größenordnung. Welche Überlegungen sind im Vorfeld notwendig? Wie werden Exponate ausgewählt und Leihgaben organisiert? Die Besucherinnen und Besucher zeigten großes Interesse an den Gemälden und nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen.
Die Ausstellung machte deutlich, wie eng Angelika Kauffmanns künstlerisches Schaffen mit ihrer Leidenschaft für Literatur verbunden war. Besonders faszinierend ist dabei ihr Blick auf weibliche Figuren, die sie in ihren Historiengemälden häufig als stille Heldinnen in den Mittelpunkt stellte.

Für Thomas Hirtenfelder, Museumsleiterin Marina Stiehle und das gesamte Museumsteam geht wieder eine spannende Ausstellung zu Ende. Einerseits ist es schade, dass die wertvollen Gemälde nicht länger gezeigt werden und nun wieder zu ihren Leihgebern zurückkehren. Andererseits richtet sich der Blick bereits voller Vorfreude auf das kommende Jahr, in dem das Angelika Kauffmann Museum sein 20-jähriges Bestehen feiert.
Bei einem Glas Wein, Prosecco oder Bier ließen die Gäste die Finissage gemütlich ausklingen. Dabei wurde angeregt über Angelika Kauffmann, ihren außergewöhnlichen Lebensweg und die Bedeutung des Museums für Schwarzenberg und die Region diskutiert.

2027 ein Jubiläumsjahr voller Kunst
Die nächste Frühjahrsausstellung der Reihe “salon angelika” ist vom 13. März bis 18. April 2027 dem Künstler Lorenz Helfer gewidmet. Die Sommerausstellung steht ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens des Angelika Kauffmann Museums. Unter dem Titel “20 Jahre, 20 Werke” werden zehn Gegenüberstellungen ausgewählter Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken die Geschichte des Museums und die Vielfalt des künstlerischen Schaffens Angelika Kauffmanns Revue passieren lassen. Damit bleibt das Museum auch im kommenden Jahr ein Ort, an dem Kunstgeschichte lebendig wird und immer wieder neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 18. Jahrhunderts eröffnet werden.





