Abwehr-Alarm in Hohenems: Grabherr hat nur noch zwei Verteidiger

Vor dem Spiel gegen St. Johann herrscht beim VfB Personalnot in der Defensive.
Hohenems Der VfB Hohenems greift nach der Tabellenspitze, doch ausgerechnet vor dem wichtigen Heimspiel gegen den SK St. Johann am Samstag (14 Uhr) im Herrenried schlägt das Verletzungspech erbarmungslos zu. Trainer Werner Grabherr stehen aktuell gerade einmal zwei gesunde Verteidiger im Training zur Verfügung. Die Personalnot kommt zur Unzeit, denn die Emser wollen ihre glänzende Ausgangsposition im Titelrennen der Regionalliga West unbedingt nutzen.
“Wir haben eine Riesenchance, uns vorne in der Tabelle zu festigen und in weiterer Folge auch auf einem Spitzenplatz zu überwintern”, betont Grabherr. Nach 14 Spieltagen liegt sein Team mit 33 Punkten auf Rang drei, nur einen Zähler hinter dem Führungsduo SC Imst und SC Schwaz. Elf Siege und bereits 37 erzielte Tore unterstreichen die Ambitionen der Hohenemser.

Doch während die Offensive auf Hochtouren läuft, wird die Personaldecke in der Abwehr immer dünner. Nach Jonas Weissenhofer fällt nun auch Finn Marold mit Knieproblemen aus. Dazu wackeln gleich drei weitere Defensivkräfte: Kapitän Tim Wolfgang plagen Rückenbeschwerden, Yanik Gruber und Niklas Heimböck sind erkrankt. Ob einer der drei rechtzeitig fit wird, ist offen. Immerhin kann Grabherr im Angriff auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Ausreden will der Erfolgstrainer dennoch keine gelten lassen. Gegen den Tabellensiebten aus St. Johann ist der sechste Heimerfolg fest eingeplant. “Wir wollen dem Spitzenduo auf den Fersen bleiben”, lautet die klare Ansage. Dass die Tiroler kein angenehmer Gegner sind, weiß Grabherr nur zu gut. Er beschreibt St. Johann als “starken Gegner mit viel Disziplin und Kompaktheit plus einer guten Offensive”.
Für die Emser beginnt damit ein heißer Endspurt vor der Winterpause. Drei Pflichtspiele stehen noch auf dem Programm, zweimal genießt der VfB Heimvorteil. Mit Lochau und Lustenau (a) warten zwei Ländlederbys.

Die Rechnung ist einfach: Wer ganz vorne überwintern will, darf sich jetzt keinen Ausrutscher mehr erlauben. Hohenems hat die große Chance, den beiden Tiroler Spitzenklubs bis zum Jahresende gehörig einzuheizen. Dafür muss Werner Grabherr zunächst sein größtes Problem lösen: eine konkurrenzfähige Abwehr auf den Platz zu bringen. VN-TK