Neun Minuten zum Vergessen: Bitteres 0:3 trotz bester Torchancen

Der Aufsteiger spielt gegen den Herbstmeister groß auf, bleibt aber unbelohnt.
Röthis Neun Minuten entschieden ein Spiel, in dem für den SC Röthis wesentlich mehr möglich gewesen wäre. Vor 450 Zuschauern auf dem Sportplatz an der Ratz unterlag der Aufsteiger dem SC Imst mit 0:3 (0:3). Doch wer nur das Ergebnis betrachtet, verpasst die eigentliche Geschichte dieser Partie. Die Vorderländer begegneten dem Titelfavoriten über weite Strecken auf Augenhöhe, begeisterten mit hohem Tempo, mutigem Offensivfußball und packenden Zweikämpfen. Nur eines wollte partout nicht gelingen: ein Treffer.
Schon in der fünften Minute hatte Sohler die erste gute Möglichkeit. Röthis spielte frech nach vorne und setzte die beste Defensive der Liga immer wieder unter Druck. Doch dann demonstrierten die Tiroler eindrucksvoll, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Stefan Lorenz köpfelte in der 33. Minute zum 0:1 ein, Thomas Moser legte nur drei Minuten später nach. Benjamin Schmiederer machte mit dem dritten Treffer den perfekten Neun-Minuten-Auftritt der Gäste komplett (42.).
Besonders dramatisch verlief die 35. Minute. Tobias Hartmann stand gerade einmal drei Meter vor dem gegnerischen Tor, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Eine unglaubliche Gelegenheit zum Ausgleich. Auch Thomas Baldauf (35./43./50.) und der bereits zehnfache Saisontorschütze Arbnor Rexhaj (39./47.) ließen ausgezeichnete Möglichkeiten ungenutzt. Sohler hätte in der 44. Minute ebenfalls verkürzen können.
Imst zeigte allerdings nicht nur enorme Effizienz, sondern hatte auch zweimal Pech. Thomas Kofler traf in der 40. Minute die Torumrandung, Casado scheiterte in der 71. Minute ebenfalls am Aluminium. Im Aufstiegs-Play-off zur 2. Liga würden auf Herbstmeister Imst die LASK Amateure warten.
Für Röthis blieb nach einer leidenschaftlichen Vorstellung die bittere Erkenntnis, dass selbst eine Vielzahl bester Möglichkeiten gegen einen derart abgeklärten Gegner nicht genügt. Dennoch behaupteten die Vorderländer mit 24 Punkten den ausgezeichneten sechsten Tabellenplatz. Sieben Siege nach 15 Runden unterstreichen die bemerkenswerte Entwicklung des Aufsteigers, der längst zu einer festen Größe in der oberen Tabellenhälfte geworden ist. Gegen den Herbstmeister fehlten nicht die spielerischen Mittel, sondern die Tore. VN-TK







