Widerstand gegen Fracking

Die fragwürdige Methode zur Gasgewinnung stößt am Bodensee auf wenig Gegenliebe.
Pfullendorf. (VN) Fracking („aufbrechen“) – das bedeutet, dass unter hohem Druck alle paar Kilometer ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien ins Gestein gepresst wird. Neue Studien haben Fracking so viel Gefährdungspotenzial nachgewiesen, dass Probebohrungen in Nordrhein-Westfalen gestoppt werden mussten.
Drei derzeit beantragte Lizenzen für Gasbohrungen betreffen ein 4000 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Bodensee und Ulm. Der englischen „Bell Exploration“ wurde bei Bad Saulgau in Oberschwaben eine Lizenz bis zum 31. August 2013 verlängert. Die „3Legs Ressources“ hat über eine Tochterfirma die Verlängerung von zwei Konzessionen beantragt: nahe Konstanz und Biberach. Zuständig für die Konzessionen ist das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg. Die Behörde lädt nun zusammen mit den Unternehmen zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 15. November 2012 in die Drei-Seen-Halle nach Illmensee ein.
Die Gegner machen schon mobil. Der Widerstand gegen das Fracking im Trinkwasserspeicher und Badeparadies Bodensee wird vom Naturschutzbund in Pfullendorf gebündelt. Die Städte Überlingen, Pfullendorf und Konstanz haben bereits Resolutionen beschlossen. ##Thomas Matt##