Fatale Kausalität
In der Medizin gibt es den Begriff des „kausalen Zusammenhangs“. Wird er nicht (an)erkannt, tun sich Patienten mit der Durchsetzung von Ansprüchen schwer. Ein typisches Beispiel sind Schleudertraumen an der Halswirbelsäule. Sie können eine Vielzahl von Beschwerden verursachen. Aber nicht immer und nicht ständig. Deshalb weigern sich Gutachter oft, einen „kausalen Zusammenhang“ zu akzeptieren.
Ansprüche zu hinterfragen ist durchaus legitim. Menschen, die leiden, endlos in der Warteschleife hängen zu lassen, nicht. Eine gängige Unsitte sind auch Ferndiagnosen, denen Versicherungen und Gerichte immer noch eher Glauben schenken als den Betroffenen selbst.
Es wäre wohl an der Zeit, dass auch hier ein bisschen Hausverstand einkehren würde. Fachlichkeit und Hausverstand sind eigentlich nichts, das sich beißt.
marlies.mohr@vn.vol.at
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