Leck in Vorarlberghalle – Ammoniak ausgetreten

Vorarlberg / 23.09.2013 • 21:30 Uhr
Über 100 Feuerwehrleute standen bei dem Zwischenfall im Einsatz. Fotos: feuerwehr tosters
Über 100 Feuerwehrleute standen bei dem Zwischenfall im Einsatz. Fotos: feuerwehr tosters

Defekt am Kühlkompressor dürfte Ursache für Zwischenfall in Eishalle gewesen sein.

feldkirch. (VN) Vermutlich wegen eines technischen Defekts ist am Sonntagabend in der Eishalle in Feldkirch hochgiftiges Ammoniak ausgetreten. Zwei Feuerwehrleute wurden nach dem anschließenden Großeinsatz wegen Verdachts auf Hautreizungen ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht. Sie blieben jedoch unverletzt, hieß es gestern seitens der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle. Als Ursache für den Unfall komme ein Defekt am Kühlkompressor im Maschinenraum infrage, weitere Untersuchungen sollen bald Klarheit bringen, teilte die Vorarlberger Landespolizeidirektion mit.

Bis 3 Uhr gesperrt

Gegen 19.50 Uhr hatte der Hausmeister der Vorarlberghalle bemerkt, dass Gas austrat. Die alarmierten Einsatzkräfte nahmen intensiven Ammoniak-Geruch wahr und brachten die wenigen Personen, die auf dem Gelände waren, aus dem Gefahrenbereich. Glücklicherweise gab es zum Zeitpunkt des Unfalls keinen Spielbetrieb, hieß es. Aus Sicherheitsgründen blieben bis 3 Uhr mehrere Straßen und die Umgebung der Vorarlberghalle gesperrt. Im Einsatz standen über 100 Feuerwehrleute mit Atemschutz, Kräfte von Rettung und Polizei sowie zwei Chemiker des Landes.

Wird Ammoniak eingeatmet, kommt es zu Reizungen der Atemwege, in höherer Konzentration kann es zu Verätzungen, Erstickungsanfällen und Lungenödemen kommen. Bei einem Austritt des giftigen Gases im März 2013 in einer Eishalle in Dornbirn waren drei Personen leicht verletzt worden, rund 100 Personen mussten evakuiert werden.