Auch die Großfamilien fanden ein neues Heim

Alle Bewohner des Hauses „Maria Rast“ konnten anderweitig untergebracht werden.
Schruns. Ende gut, alles gut: zumindest, was die Wohnsituation jener Menschen angeht, die das Flüchtlingshaus „Maria Rast“ in Schruns bis Jahresende verlassen müssen. Dann nämlich läuft der Mietvertrag aus. Wie Martin Fellacher von der Caritas-Flüchtlingshilfe auf Nachfrage der VN bestätigte, konnte nun definitiv für alle Bewohner eine neue Unterkunft gefunden werden. Auch jene zwei Großfamilien, über deren lange Zeit vergebliche Wohnungssuche die VN im Sommer berichteten, haben endlich eine Bleibe gefunden. Gesamt gesehen sei die Wohnungssuche problemlos verlaufen, so Fellacher.
Frühzeitige Herbergssuche
Neun Jahre lang fungierte das Haus „Maria Rast“, ehemals Sanatorium und Nachsorgestation, als Flüchtlingshaus. Rund 250 Asylanten kamen und gingen wieder. Dann wurde das Objekt, das an einem der schönsten Plätze in der Marktgemeinde Schruns steht, verkauft. Ende 2013 läuft auch der von vornherein befristet abgeschlossene Mietvertrag aus. Wohlwissend um diese Tatsache, ging die Caritas frühzeitig auf Herbergssuche für die ihr anvertrauten Personen. Immerhin galt es, 32 Asylanten anderweitig unterzubringen. Während dies bei den alleinstehenden Personen relativ rasch gelang, mussten zwei Familien länger zittern.
Es handelt sich, wie ausführlich berichtet, um eine tschetschenische Mutter mit fünf Kindern, die seit 2006 im Flüchtlingshaus lebte, sowie ein Ehepaar und dessen drei Kinder, ursprünglich aus Armenien nach Deutschland geflohen waren und dann in Österreich um Asyl angesucht hatten. Seit 2011 wohnen sie in „Maria Rast“. Mittlerweile öffneten sich auch für diese beiden Familien neue Türen in Vorarlberg.
Syrer nur vereinzelt hier
Syrische Flüchtlinge halten sich laut Martin Fellacher derzeit hingegen nur vereinzelt im Land auf. Die positiven Asylbescheide würden immer relativ rasch ausgestellt. Danach übersiedeln die meisten Syrer in andere Bundesländer, weil sie dort mehr Anschluss hätten, so der Leiter der Caritas-Flüchtlingshilfe. Bei der Erfüllung der Asylquote liegt Vorarlberg etwas über 90 Prozent. Mehr als 800 Personen befinden sich in der Grundversorgung.
