Hochhaus soll nun verkauft werden

BAWAG will das Yimpas-Relikt im Vorkloster an Wiener Immobilien verkaufen.
Bregenz. Und wieder treten die Planer des lange fälligen Neubeginns am Fuß des Bregenzer Forum-Hochhauses auf der Stelle: Im Sommer 2013 holten sich Projektentwickler Christian Schmid und Johannes Humml bei Stadt und Bezirkshauptmannschaft die heiß ersehnte Baubewilligung. Die gilt drei Jahre. Aber inzwischen soll die Immobilie verkauft werden. Im Auftrag der Immobilien BAWAG P.S.K. wollten Humml und Schmid die drei Geschoße am Boden des Bregenzer Wohnturms neu gestalten. Hier war 2003 das Kaufhaus der türkischen Yimpas-Holding in die Pleite geschlittert. Jetzt sollten die 4000 Quadratmeter endlich wieder Mieter anziehen: Eine Ärztegemeinschaftspraxis,
ein Fahrradhändler, sogar eine Tanzschule interessierte sich. Laut Humml würde eine Sanierung rund fünf Millionen Euro kosten. Die BAWAG suchte daraufhin nach einem Investor. Ob sie bei August André de Roode fündig werden, soll sich noch heuer weisen. Jedenfalls ist seine Wiener Immobilien Bauträger GmbH hoch interessiert. „Ja, wir würden gerne kaufen“, bestätigt de Roode auf VN-Anfrage. Er stehe in Verhandlungen. „Die Lage ist sehr gut.“ Leider sei die Immobilie in Österreichs äußerstem Westen „sehr niedergeredet worden“. Dabei werde sich gerade die Seestadt in unmittelbarer Nähe als Segen erweisen. „Da entsteht ein sehr exklusives, seltenes Projekt.“ Das Hochhaus nahe dem Citytunnel dagegen könne große zusammenhängende Flächen im Erdgeschoß zu günstigeren Preisen bieten. „Da können wir ordentlich punkten.“ Also wird der Wiener Immobilienhändler zuschlagen? „Das entscheidet sich bis Ende Dezember.“ Falls ja, will er Schmid und Humml unbedingt an Bord holen. Die müssen freilich aufgrund des ewigen Hin und Her erst einmal neue Interessenten finden.
Da muss jeder dran vorbei. Die Gegend ist spannend.
August André de Roode