Klaus Hämmerle

Kommentar

Klaus Hämmerle

Vorhang hebt sich

Vorarlberg / 27.06.2014 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vieles ist Glaube und Glaubwürdigkeit. Gerade auch an Gerichten. Dort, wo man am liebsten mit unwiderlegbaren Beweisen Schuld oder Unschuld feststellt, um dann im Falle von Ersterem über gerechte Strafen im Rahmen des geltenden Strafrahmens zu beraten.

 

Mit Glaube und Glaubwürdigkeit fiel Kornelia Ratz beim Erstprozess am Landesgericht Salzburg durch. Richter Andreas Posch ließ keinen Zweifel darüber, was er von seiner ehemaligen Amtskollegin hält: Eine Frau, die sich nehme, was sie möchte. Dafür setze sie auch die Ellbogen ein. Posch glaubte den Schilderungen von Jürgen H. und bezeichnete auch die Aussagen der Ratz belastenden Gerichtsmitarbeiterin für glaubwürdig.


Glaube und Glaubwürdigkeit. Wie tickt die nunmehrige vorsitzende Richterin Christina Rott? Wird sie die um einen Freispruch kämpfende ehemalige Vizepräsidentin des Vorarlberger Landesgerichts ähnlich einschätzen? Oder wird Ratz bei der Neuen mehr punkten können?

Glauben oder nicht – diese Frage stellt sich natürlich auch bei der Neuverhandlung des Falles Mutschler. Es sei denn, es treten Ereignisse ein, die der Causa eine neue Wendung geben.

In der Festspielstadt hebt sich der Vorhang zu einem Stück mit ungewissem Ausgang.

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