Marlies Mohr

Kommentar

Marlies Mohr

Reales Leben

Vorarlberg / 28.08.2014 • 19:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

So sieht es also aus, das wirkliche Leben. Kein Urlaub, keine Flugreise, kein Auto, kein Alkohol, kein Nikotin: In jenen Warenkörben, die Menschen zusammenstellen, die jeden Euro fünf Mal und öfter umdrehen müssen, findet sich kein Luxus. Aber sie offenbaren schonungslos, dass das Einkommen in vielen Fällen tatsächlich nicht einmal für das Notwendigste reicht. Da stellt sich schon die Frage, wie Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern ihr Dasein schaukeln, ohne schnurgerade in der Armutsfalle zu landen.

Die Politik hat es bis dato mit einer Antwort darauf nicht wirklich eilig gehabt. Davon zeugt die Ignoranz gegenüber der Empfehlung der Armutskonferenz, die Lebenshaltungskosten in Vorarlberg erheben zu lassen. Aber vielleicht war es auch nur Kalkül. Vergleiche, wie sie jetzt vorgelegt wurden, kommen im Wahlkampf, zugegeben, nicht gut an. Doch nun liegen die Fakten auf dem Tisch und verlangen nach Lösungen. Nach baldigen Lösungen.

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