Advent im Oktober
Am vorletzten Oktobertag haben sie in den ersten Feldkircher Sraßenzügen schon mal die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt und auch gleich ausprobiert. Da stand er also, der Advent im Oktober. Und die Menschen starrten ihn verwundert an, wie Tante Frieda, die sich für ihren alljährlichen Besuch im Wochenende vertan hat.
Aber der Advent war schon richtig. Gut, die spätsommerlichen Temperaturen irritierten ein wenig. Darüber hinaus kann man aber in Schaufenstern vereinzelt jetzt schon Christbaumkugeln finden. Eine sogar artig chemisch angeschneit.
Also hatte sich der Advent nicht verirrt, sondern die Menschen, die zweifelnd nach dem Datum sahen, hinkten hoffnungslos der Entwicklung hinterher. Wenige wandten schüchtern ein, dass doch erst Allerheiligen ins Haus stünde. Aber diese „Tüpfleschiisser“ kennt man ja: Tragen sicher Hüte beim Autofahren, gehen nur in Monaten ohne „r“ barfuß und an Weihnachten nachts in die Kirche. Advent an Allerheiligen? Das ist genial. Und artverwandt außerdem. Sieht doch manches schaurige Ende der Adventmarktbesuche ziemlich nach Halloween aus.
thomas.matt@vorarlbergernachrichten.at, 05572/501-0
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