Passwort eingeben
„Geben Sie Ihr Passwort ein!“, fordert der Computer. Der steht vermutlich irgendwo in den Vereinigten Staaten, aber jedenfalls zwischen mir und dem Musikalbum, das da im Internet so verlockend günstig feilgeboten wird. Passwort? Ja, da war mal was. Es hieß . . . Geburtsdatum? Motorradmarke? Mädchenname der Frau? Alles Fehlanzeige. Der Rest ist Gehirn-Zermartern und Verfluchen der eigenen Vergesslichkeit.
Und lustige Fragen beantworten. Sicherheitsfragen nämlich: Wie lautet die Nummer Ihres Bibliotheksausweises? Das ist eine durchaus berechtigte Frage, hätte man den Bibliotheksausweis gerade zur Hand. Genauso wie die Frage nach der „Augenfarbe Ihres Partners“ sich als weniger eindeutig erweist, als es den Anschein hat. Schließlich ist es Ewigkeiten her, dass man sich in diesem Onlineshop registriert hat.
Es nützt nichts. Die Kassa bleibt zu. Auf geht nur der Wille zu radikalen Maßnahmen. Das nächste Haustier wird einen Namen aus mindestens acht Zeichen haben, einen mit Großbuchstaben und Zahlen drin. Ein Kater namens „MuRksbaN3“ zum Beispiel. Wie? Das reicht nicht? Der müsste dann aber idealerweise alle zwölf Wochen geändert werden? Dann also doch zum Musikladen um die Ecke.
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