Neue Skulpturen auf Burgruine Alt-Ems

Vorarlberg / 17.04.2017 • 18:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Künstler Marbod Fritsch mit von ihm gestalteten Trophäen. Bald stellt er auf der Ruine Alt-Ems aus. Foto: VN/Steurer
Der Künstler Marbod Fritsch mit von ihm gestalteten Trophäen. Bald stellt er auf der Ruine Alt-Ems aus. Foto: VN/Steurer

Künstler Marbod Fritsch gestaltet die vierte Skulpturen-Installation auf der Emser Burgruine.

Hohenems. (tf) Am kommenden Samstag, den 22. April, wird um elf Uhr auf dem Schlossberg die neue Skulptur „Biographie“ präsentiert. Zur Eröffnung spricht Hanno Loewy, der Direktor des Jüdischen Museums Hohenems.

Nach „Eisenartig“ von Edgar Büchel 2014, „Blickwinkel“ von Hubert Lampert 2015 und „Fürchtet Euch nicht“ von Arno Egger im vergangenen Jahr ist wieder moderne Kunst im Kontrast zu historischen Gemäuern der Burgruine Alt-Ems zu sehen, findet doch in diesem Jahr bereits die vierte zeitgenössische Skulpturen-Installation auf dem Schlossberg statt. Der Verkehrsverein Hohenems hat dafür den Vorarlberger Künstler Marbod Fritsch eingeladen, sich mit dem geschichtsträchtigen Ort auseinanderzusetzen.

Spiel mit der Wahrnehmung

Seine Installation trägt den prägnanten Titel „Biographie“. Eine speziell für diesen Ort geschaffene Skulptur spiegelt die Geschichte eines Paares wider, das eine lange innige Beziehung zueinander, aber vor allem eine sehr starke Beziehung zur Ruine Alt-Ems hat.

Die Herzfrequenzen dieses Paares wurden visualisiert und zwei großen Stahlringen eingeschrieben. Diese Ringe stehen sich leicht angewinkelt gegenüber – an einer einzigen Stelle berühren sich die Spitzen der Zacken. Mit den durch diese Form hervorgerufenen Assoziationen wie „Krone“, „Falle“ oder „Wunde“ treibt der Künstler Marbod Fritsch ein bewusstes Spiel. Er lädt die Besucher ein, sich auf dieses Spiel der verschiedenen Wahrnehmungsebenen einzulassen.

Zwei neue Arbeiten

Im Lokal „Vorkoster“ am Hohenemser Schlossplatz sind während der Dauer der Installation zwei neue Arbeiten des Künstlers zu sehen. Diese nehmen konkret Bezug auf die Skulptur am Schlossberg, sind aber auch als eigenständige Werke lesbar.

Nicht nur zu Bereicherung, sondern auch zum Erhalt der Burg trägt Marbod Fritsch bei: Er stellt sich in den Dienst der Burgsanierung und stiftet 50 Prozent des Auktionserlöses seiner Werke dem Sanierungsfond des Verkehrsvereins, der als Trägerverein der Sanierungsarbeiten auf Alt-Ems fungiert.