Noch keine Anzeige nach Tragödie im Oberland

Vorarlberg / 21.02.2018 • 22:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 18. August 2017.
VN-Bericht vom 18. August 2017.

Fall von Hitzetod eines Kindes liegt noch beim Landeskriminalamt.

Schwarzach Es ist nun mehr als ein halbes Jahr her, als ein tragisches Ereignis im Vorarlberger Oberland für große Betroffenheit in der Bevölkerung sorgte: An einem heißen, hochsommerlichen Tag im August starb ein 19 Monate alter Bub den Hitzetod. Das Kind war von seiner damals 17-jährigen Mutter und deren 20-jährigem Freund nach der Rückkehr aus der Steiermark allein im Pkw zurückgelassen worden und fiel dabei der tödlichen Hitzeeinwirkung zum Opfer, wie das Obduktionsergebnis ergab.

Wie diese Tragödie möglich war, stand im Mittelpunkt der Ermittlungen des Landeskriminalamts. Dem Vernehmen hatte sich die jugendliche Mutter mit ihrem Lebensgefährten in dessen Wohnung begeben, wo sie vermutlich aufgrund ihrer Ermüdung durch die Reise eingeschlafen waren. Erst am Abend, nach ihrem Erwachen, bemerkten sie das Fehlen des Kleinkinds. Sofortige Reanimationsversuche des 20-jährigen Partners schlugen fehl. Der Fall hat bislang noch zu keiner Anzeige an die Staatsanwaltschaft geführt, wie Polizeisprecher Horst Spitzhofer am Dienstag den VN erklärte. „Die Sache liegt noch beim Landeskriminalamt. Es liegen bis dato noch keine konkreten Auswertungsergebnisse der Ermittlungen vor“, wie er begründete. Vermutlich werde es aber nicht mehr lange dauern.

Die Anzeige werde dann vermutlich in Richtung fahrlässige Tötung gehen, da hier sonst nicht viel Spielraum bestehe, so der Polizeisprecher weiter. VN-GS

„Es liegen bis dato noch keine konkreten Auswertungsergebnisse der Ermittlungen vor.“