Zweiter Akt im „Pillenbanden“-Prozess

Vorarlberg / 23.02.2018 • 21:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 22. September 2012.
VN-Bericht vom 22. September 2012.

21 Millionen Euro ergaunert: Weiteres Bandenmitglied am kommenden Dienstag vor Gericht.

Feldkirch Der Fall machte im Jahr 2012 Schlagzeilen: Ein damals 62-jähriger Bregenzerwälder wurde als Mitglied der berüchtigten „Pillenbande“ enttarnt, die gefälschte Potenzpräparate (Viagra) übers Internet verschob. Der Mann war zu vier Jahren Haft, seine Gattin und Komplizin zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.

Am kommenden Dienstag, dem 27. Februar, ist am Landesgericht Feldkirch ein weiterer Prozess in diesem Millionenbetrugsfall anberaumt. Auf der Anklagebank wird ein anderes Mitglied der Bande Platz nehmen und sich wegen der Vergehen des schweren gewerbsmäßigen Betrugs, teils in Form des Versuchs, und der kriminellen Vereinigung verantworten müssen. Laut Anklageschrift hatte diese Vereinigung durch den Verkauf der Präparate zahllose Kunden geschädigt und etwa 21 Millionen Euro erwirtschaftet. Dem Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, Spezialisten aus dem Bereich Programmierung, Implementierung von Online-Bezahlsystemen, Einkauf und Vertrieb angeworben und als Chef aller Webmaster den Aufbau und die Leitung sowie die kontinuierliche Rationalisierung und Professionalisierung vorangetrieben zu haben. VN-GS