„Eh klar“
„Ach, ein Glas Wasser wäre nett.“ Schon ist die Gastgeberin aufgestanden und kehrt Augenblicke später mit einer Karaffe zurück. Wasser aus dem Wasserhahn. Kühl, angenehm. Ohne Überraschungseffekt. Nicht der Rede wert. Hierzulande jedenfalls.
Urlauber tragen andere Bilder nach Hause. Kann man sich dort überhaupt die Zähne putzen mit Leitungswasser? Grausigste Erfahrungen füllen spielend einen halben Abend und enden unweigerlich beim kleinen Whisky-Vorrat, den man – rein medizinisch freilich – stets bei sich hat.
In Vorarlberg ist Wasser aus dem Hahn eine Selbstverständlichkeit. So wie die Tatsache, dass Busse fahren und der Zug, dass die Straßen gekehrt werden und Polizisten freundlich Auskunft geben, statt zum Knüppel zu greifen. Vorarlberg ist ein Land unzähliger Selbstverständlichkeiten. Vielleicht haben wir in der zu Ende gehenden Fastenzeit ja schon wieder so viel Raum in uns geschaffen, dass diese Erkenntnis Platz hat und mit ihr die Dankbarkeit.
Thomas Matt
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