Die Laufschuhe sind geschnürt

Im Sog des Bodensee-Frauenlaufs ziehen zum dritten Mal auch die Salomon Ladys mit.
feldkirch Mit dem Frühling kommen auch die Vorbereitungen für den 9. Bodensee-Frauenlauf so richtig in die Gänge. Die ersten Anmeldungen für eine Teilnahme sind bereits eingetroffen, jeden Tag werden es mehr. „Zahlenmäßig liegen wir damit schon über dem vergangenen Jahr“, kann Organisatorin Verena Eugster zufrieden berichten. Ihr erklärtes Ziel ist immer noch, mindestens 5000 Mädchen und Frauen zum Laufen zu bringen. „Wir schaffen das“, gibt sie sich überzeugt. Im Sog des Frauenlaufs haben sich auch die Salomon Ladys etabliert. Jeweils 15 Frauen erhalten die Chance, entsprechend ausgerüstet und sportlich vorbereitet beim Frauenlauf über die 10-Kilometer-Strecke an den Start zu gehen. So auch heuer. Unlängst fand die Einkleidung der Salomon Ladys 2018 bei Hervis in Feldkirch statt. Die Veranstaltung zum offiziellen Auftakt geht am 10. April 2018 bei Russmedia in Schwarzach über die Bühne. Schon jetzt sind die wackeren Damen fleißig am Trainieren.
Motivation als Antreiber
Rund 200 Bewerbungen gab es für die dritte Auflage der Salomon Ladys. Die Wahl fiel schließlich auf 15 Frauen im Alter zwischen 21 und 54 Jahren. Die Jüngste im Bunde der Lauffreudigen ist Sarah Meusburger aus Hard, die älteste Annette Stemmer aus Rankweil. Allen gemeinsam ist die Motivation, die sie antreibt. „Time to play“ hieß es dann auch bei der Einkleidung für das Laufspektakel am Bodensee. Holger Nagl, sportlich-technischer Repräsentant der Firma Salomon für Westösterreich, war mit großem Gepäck angereist. Jede Starterin erhielt nämlich eine Ausrüstung im Wert von über 1000 Euro. Eine positive Weiterentwicklung gab es beim Laufschuh. „Früher waren die Schuhe eher auf das Trailrunning ausgerichtet“, erklärt Nagl. Jetzt wurde speziell für die Hobby- und Genussläufer ein Allrounder kreiert, dessen Besonderheit in einer neutralen Dämpfung besteht. „Das heißt, der Laufstil wird nicht vom Schuh korrigiert, sondern der Schuh läuft mit dem Athleten“, erklärt Holger Nagl.
Praxistest bestanden
Wie er sich in der Praxis anfühlt, konnten die Frauen bereits testen. Nach einer sportmedizinischen Untersuchung bei Günter Ernst erhielt jede Teilnehmerin einen auf sie abgestimmten Trainingsplan, den es in den kommenden Wochen bis zum Start am 2. Juni 2018 umzusetzen gilt. Daneben gibt es fachliche Unterstützung in den Bereichen Fitness, Ernährung und Motivation. Das Coaching übernimmt wie schon bisher Yvonne Nenning. Sie empfahl den bis in die Haarspitzen bereiten Damen: „Trainiert nicht permanent, sondern habt auch Spaß und genießt die Natur, wenn ihr unterwegs seid.“
Mit einer Neuerung kann Verena Eugster im Zusammenhang mit dem Frauenlauf aufwarten. Am Vortag der Hauptveranstaltung, also am 1. Juni 2018, wird es erstmalig ein „Häslerennen“ für Mädchen im Alter bis zwölf Jahren geben. „Immer wieder haben uns Mütter angesprochen, ob nicht auch etwas für die Kleinen gemacht werden könnte“, erklärt Eugster den Beweggrund, ein weiteres Laufprojekt in Angriff zu nehmen. So können Mädchen bis sieben Jahre über 500 Meter starten, auf die Acht- bis Zwölfjährigen warten 1000 Meter. Die Strecke führt die ambitionierten Nachwuchsläuferinnen jeweils rund um das Festspielhaus. Eine Zeitnehmung gibt es nicht, dafür erhalten alle eine Medaille.
„Immer wieder fragten uns Mütter, ob es nicht etwas für die jüngeren Mädchen gibt.“
