Bregenzerwälder steht ÖSV-Kombinierern zur Seite

Vorarlberg / 19.02.2019 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Balthasar Schneider ÖSV Servicemann
Balthasar Schneider ÖSV Servicemann

Baltasar Schneider (34) hilft dem ÖSV-Team als Servicemann.

Egg „Wenn man nichts riskiert, gewinnt man auch nichts.“ So lautet das Motto von Balthasar Schneider (34). Bereits in seiner ehemaligen Karriere als Skispringer zeigte er diese Einstellung. 2012 verkündete der Egger seinen Abgang. Seitdem steht er den Kombinierern des Österreichischen Skiverbandes als Servicemann zur Seite. Er kümmert sich um das passende Material für die Sportler. Zusätzlich ist er als „Wachsler“ tätig.

Auch dieses Jahr begleitet Schneider das Team zur 52. Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld. Dort treffen Athleten aus rund 65 Nationen aufeinander, unter ihnen die Vorarlberger Dominik Baldauf und Eva Pinkelnig. Bis zum 3. März wird in den Kategorien Langlauf, Skispringen und Nordische Kombination um die Siegermedaille gekämpft.

Know-how weitergeben

„Als Servicemann der ÖSV-Kombinierer kann ich der Mannschaft mein Know-how weitergeben. Wenn sich das dann in der Leistung zeigt, gibt es mir viel zurück“, meint der Bregenzerwälder. Sein Rücktritt ist ihm „nicht so schwer gefallen“. Denn der damals 27-Jährige hatte bereits neue Ziele: Er wollte sich seinem jüngeren Bruder Sepp Schneider und dessen Karriere widmen. Außerdem war es ihm ein Anliegen, den Nordischen Skisport in Vorarlberg zu fördern.

Im Rückblick auf diese Zeit zeigt sich Balthasar Schneider zufrieden. „Durch meinen Bruder konnte ich interessante Trainererfahrungen sammeln.“ Als „eher schwierig“ gestalteten sich hingegen die Pläne, den Nordischen Skisport im Ländle umzusetzen.

Seit 2013 ist Balthasar Schneider am Andelsbucher Schanzenprojekt beteiligt, um damit den Skinachwuchs zu fördern. An der Umsetzung des Projekts wird noch immer gearbeitet.

Für die Weltmeisterschaft in Seefeld hat sich Balthasar Schneider zusammen mit seinem Team bereits im Sommer intensiv vorbereitet. „Das ist immer viel Arbeit“, sagt er. „Für jeden Athleten nehmen wir uns genug Zeit, um zu schauen welches Material am besten passt. Jeder will seine Skischuhe, die Bindung und die Skier anders eingestellt haben.“ Für Schneider ist es wichtig, ein Gespür für die Bedürfnisse der einzelnen Athleten zu haben.

„Wir müssen auch schauen, welches Material für den Sportler funktioniert und welches nicht“, erklärt der 34-jährige Fachmann. Unser Ziel ist, die Fehlerquellen zu vermindern.“

Seine Tätigkeit als „Wachsler“ sieht er als „wichtigen, aber kleinen Teil“ für den Wettkampf an. Ein optimal gewachster Ski spielt für ihn eine große Rolle: „Durch das Wachsen können die Skier besser gleiten.“

Gut trainiertes Team

Balthasar Schneider findet, „dass die Zusammenarbeit zwischen Serviceteam und ÖSV-Athleten passen muss. Der Zusammenhalt ist wichtig.“Auf die kommende Zeit in Seefeld freut sich der Servicemann sehr. „Unser Team hat gut trainiert. Es hat die Möglichkeit, Medaillen zu gewinnen.“ LSA

Zur Person

Baltsar Schneider begleitet die ÖSV-Kombinierer als Servicemann G

EBOREN 27. November 1984

WOHNORT Egg

AUSBILDUNG Life-Kinetik-Ausbildung, Ausbildung zum Skisprung-Trainer

FAMILIE verheiratet, drei Kinder

HOBBYS Skifahren, Motorsport