Vertrag unterzeichnet: Altstoffe raus aus den Rheingemeinden

Vorarlberg / 25.02.2019 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vertragsunterzeichnung der Bürgermeister für das regionale Altstoffsammelzentrum Königswiesen.
Vertragsunterzeichnung der Bürgermeister für das regionale Altstoffsammelzentrum Königswiesen.

Zum früheren Häusle sollen 50.000 Menschen nun alle ihre Großabfälle bringen. Kommende Woche geht’s los.

Fußach, Lustenau Die aus ihrer Sicht frohe Kunde wollten die Bürgermeister von Lustenau, Fußach, Gaißau, Hard und Höchst höchstpersönlich und gemeinsam überbringen. Beim Abfallwirtschafter Loacker, früher Häusle, gaben Kurt Fischer, Ernst Blum, Reinhold Eberle, Harald Köhlmeier und Herbert Sparr zusammen mit dem Geschäftsführer des Umweltverbandes, Herbert Koschier, sowie Loacker Recycling-Geschäftsführer Herbert Koschier bekannt, dass am 4. März das regionale Altstoffsammelzentrum Königswiesen in Betrieb geht. Dort können wöchentlich an 46 Stunden über 30 verschiedene Abfall- und Altstofffraktionen abgegeben werden.

Gelungene Partnerschaft

Lustenaus Bürgermeister Fischer sprach von einem Best Practice Beispiel für eine gelungene Partnerschaft und hob die positiven Erfahrungen hervor, die Lustenau bereits mit dem Standort Königswiesen gemacht habe. Für den Harder Bürgermeister und gleichzeitig auch Gemeindeverbandspräsidenten Harald Köhlmeier ist es von Bedeutung, dass das Altstoffsammelzentrum seiner Kommune große infrastrukturelle und verkehrliche Erleichterungen bringen werde. Ernst Blum, Gemeindechef aus Fußach, verwies auf die Vorteile der Kundenkarte, welche die Nutzer des Altstoffsammelzentrums bald erhalten werde. Sie gewährleiste Transparenz und eine professionelle Abwicklung der Altstoffabgabe.

Profis am Werk

Insgesamt streichen die Gemeindechefs die kundenfreundliche Annahmezeiten sowie die Professionalität der Mitarbeiter des Altstoffsammelzentrums hervor. „Es ist ja schließlich keine Kernaufgabe eines kommunalen Bauhofes, mit Altstoffen umzugehen. Hier am Standort sind Experten am Werk. Die kennen sich aus“, bemerkt der Höchster Bürgermeister Herbert Sparr.

Aus Sicht von Herbert Koschier, dem Geschäftsführer des Umweltverbandes, hat die gemeinsame Einrichtung auch Vorteile hinsichtlich rechtlicher und sicherheitstechnischer Aspekte. „Wir haben mit diesem Standort auch wirklich Glück. Nicht überall kann man ein solches Altstoffsammelzentrum so unproblematisch einrichten“, betonte Koschier.

Gemeindeservice

Freilich wird für die fünf Gemeinden nicht alles, was Altstoff und Müll betrifft, nun ausschließlich zentral geregelt. Wertstoffcontainer für Glas und Metall bleiben überall präsent. „Bei uns gibt es auch weiterhin zwei Mal jährlich zwei Mal die Möglichkeit, Sperrmüll abzugeben sowie einmal im Monat die Gelegenheit, Problemstoffe abzuliefern“, macht der Fußacher Bürgermeister deutlich. Auch in Gaißau wird die Feuerwehr weiterhin Papier sammeln und kann damit die Vereinskasse auffüllen. In Lustenau werden die Papiercontainer bald von den öffentlichen Sammelstellen verschwinden. Das Papier wird dann von zu Hause abgeholt.

Altstoffzentrum

5 Gemeinden sind gemeinsam Träger des regionalen ASZ Königswiesen

32 Abfall- und Altstofffraktionen werden im ASZ Königswiesen angenommen

46 Stunden Annahmezeit pro Woche für Abfälle und Altstoffe

50.000 Menschen steht das ASZ zur Verfügung

23 Gemeinden in Vorarlberg betreiben ein ASZ oder gehören einer regionalen ASZ-Kooperation an.

Informationen unter www.asz-koenigswiesen.at