Schnellbahn Feldkirch – Buchs: Weiter warten auf neue Projektkosten für grenzübergreifendes Projekt FL.A.CH

Vorarlberg / 08.03.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zwischen Buchs und Feldkirch soll eine Schnellbahn entstehen. Darüber sind sich wieder alle Beteiligten einig. Über die Kostenverteilung muss verhandelt werden. VN/Steurer
Zwischen Buchs und Feldkirch soll eine Schnellbahn entstehen. Darüber sind sich wieder alle Beteiligten einig. Über die Kostenverteilung muss verhandelt werden. VN/Steurer

Abstimmung der Projektkosten zwischen Ministerien in Wien und Vaduz noch nicht abgeschlossen. Entscheidung für Projekt soll 2019 fallen.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Der Ausbau des regionalen Bahnverkehrs zu einer Schnellbahnverbindung zwischen Feldkirch und Buchs, der unter dem Titel FL.A.CH, bekannt ist, ist, das Beteuern man dies und jenseits der Grenze wieder auf Schiene. Aber die langen Verzögerungen im Projekt haben dazu geführt, dass die Projektkosten wieder aktualisiert werden müssen. Neue, aktuelle Zahlen, wurden erst auf Ende Jänner und dann für den Februar versprochen. Nun heißt es aus dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie das das Mandat zu Verhandlungen auf Beamteneben „im Laufe des März erteilt werden“ könne. Während es aus dem Verkehrsministerium im Wien heißt, dass die Höhe und Zuordnung der Zahlen zwischen Liechtenstein und Österreich abgestimmt sei, erklärt man im Liechtensteiner Verkehrsministerium dass sich die Abstimmung in der Schlußphase befinde. „Gerne unterstreiche ich, dass von beiden Seiten nach wie vor die feste Absicht besteht, das Projakt und deren Finanzierung soweit aufzubereiten, dass die nötigen politischen Entscheidungen in beiden Ländern zeitnah herbeigeführt werden können“, betont der Liechtensteiner Infrastruktuminister Daniel Risch auf VN-Anfrage.

Der nächste Schritt werden jedenfalls Verhandlungen über die Verteilung der Kosten auf Beamten-Basis sein. Hierfür benötigt man in Vaduz ein neues Mandat der Regierung, da die Gespräche 2015 von Vaduz sisitiert wurden, nachdem Österreich Kostennachverhandlungen forderte. Die ursprüngliche Vereinbarung war, dass Österreich das Bahnnetz ausbaut, Liechtenstein sich dagegen um die Bahnnebeninfrastruktur wie etwa die Bahnhöfe kümmert. Ursprüngliche Kostenschätzungen beliefen sich auf etwa 90 Millionen Euro.

Noch ist Zeit, aber das Zeitfenster für das Projekt wird kleiner: denn es gibt eine gültige Umweltverträglichkeitsprüfung von 2015, diese läuft aber 2025 aus. Zu lange dürfen die Verhandlungspartner deshalb nicht zuwarten.