Brutaler Raub in Alberschwende: Manuela Flatz (55) gab den entscheidenden Hinweis zur Aufklärung

26.03.2019 • 06:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Manuela Flatz aus Buch ist stets mit offenen Augen im Bus nach Alberschwende unterwegs. VN/gs

Aufmerksam notierte Kennzeichen waren der Schlüssel zur Ausforschung der Täter.

Alberschwende Die schockierende Tat vom 3. Dezember 2018 in Alberschwende reiht sich in die Kategorie der verwerflichsten Verbrechen ein. Zwei Rumänen aus dem Bettlermilieu überraschten einen schlafenden 66-jährigen Landwirt auf seinem Hof und fügten ihm durch Schläge auf den Kopf schwerste Verletzungen zu – jenem Mann, der sie zuvor des Öfteren willkommen geheißen und mit Spenden bedacht hatte.

Die Räuber waren mit einem von einem weiteren Rumänen gelenkten BMW zum Haus des Opfers gefahren. Doch sie blieben dabei nicht unbeobachtet. Manuela Flatz aus Buch ist täglich als Passagierin mit dem Bus zur Arbeit nach Alberschwende unterwegs. Dabei fielen ihr und dem Busfahrer immer wieder Gruppen von Bettlern auf, die sich in der Nähe von Gehöften herumtrieben.

„Ein Mordsauto“

Als hätte sie geahnt, dass diese Fremden Schlimmes im Schilde führten, notierte sie kurz vor der schrecklichen Tat Buchstaben und Zahlen der Nummerntafeln des Fahrzeugs. „Da war ein Mordsauto, das von einem älteren Mann gelenkt wurde. Dann stiegen zwei weitere Männer beim Haus des Landwirts aus. Der Busfahrer und ich merkten uns die Kennzeichen und ich schrieb sie auf“, erzählte Flatz den VN und: „Als wir dann von dem Raubüberfall hörten, gab ich sofort der Polizei Bescheid.“

„Wir haben ihn immer wieder über seinen Bruder warnen lassen.“

Manuela Flatz


So lieferte die Bucherin gleichzeitig den Schlüssel zur Auflklärung des Verbrechens. Der BMW mit den notierten Kennzeichen wurde Tage später im Burgenland gestoppt, der Lenker festgenommen und die beiden hauptverdächtigen Täter in Rumänien inhaftiert und nach Österreich ausgeliefert.

Manuela Flatz: „Diese Gruppen von Bettlern sind uns schon des Öfteren aufgefallen. Auch dass sie der Landwirt immer wieder ins Haus gelassen hat. Wir haben ihn immer wieder über seinen Bruder warnen lassen.“ Die 55-Jährige habe die Bewohner von Buch und Alberschwende auch ständig gemahnt, ihre Türen verschlossen zu halten und keine Fremden ins Haus zu lassen. Mit Erleichterung stellt sie fest, dass seit dem furchtbaren Vorfall keine Bettler mehr in der Gegend zu sehen sind.