Am Wochenende wurde zur großen Planungswerkstatt nach Raggal geladen

Vorarlberg / 27.03.2019 • 06:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sophia Martin und Regina Küng sorgten dafür, dass keiner der Gäste durstig wurde.uho
Sophia Martin und Regina Küng sorgten dafür, dass keiner der Gäste durstig wurde.uho

Derzeitiger Projektstand wurde präsentiert.

raggal Am Wochenende wurde in die Walserhalle in Raggal zur großen Planungswerkstatt bezüglich räumliche Entwicklung im Biosphärenpark Großes Walsertal geladen. Dort wurden dann die bisherigen Ergebnisse der Sitzungen und Planungsrunden zuerst zusammenfassend und dann separat präsentiert und die Bevölkerung dazu aufgefordert, sich an der Diskussion und an der Sammlung weiterer Ideen zu beteiligen.

Bewusstsein

„Wir sind im Großen Walsertal in einem Prozess, den das Tal so noch nie gesehen hat“, betonte dabei Bürgermeister Willi Müller die Bedeutung des gemeinsamen regionalen Entwicklungsplans. Markus Berchtold-Domig vom Büro heimaten ergänzte: „In den vergangenen Jahrzehnten ist die Bevölkerung in Vorarlberg rasch gewachsen. Im Großen Walsertal hingegen blieb die Bevölkerung bei einem ähnlichen Ausmaß. Daraus ergibt sich ein ganz eigenes Bewusstsein, das hier im Walsertal gelebt wird.“

REK-Informationswochenende Walsertal
REK-Informationswochenende Walsertal

Ergebnisse

Der öffentlichen Präsentation vorausgegangen waren insgesamt 46 Sitzungen der 10 Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse in vier öffentlichen Veranstaltungen gemeinsam reflektiert und verarbeitet wurden. „Erfreulich ist auch, dass sich 95 Personen aus dem Walsertal hier aktiv engagieren“, so Berchtold-Domig.
Die Analysen aus den einzelnen Gemeinden wurden nun im Rahmen des Informationswochenendes mittels Infotafeln aufgezeigt: Dort war etwa abzulesen, wie viel ungenutzte Bauflächen in den Dörfern vorhanden sind beziehungsweise wie viel Fläche in Zukunft theoretisch gebraucht wird.

In einer separaten Anfragerunde mit Landesrat Christian Gantner wurde auch betont, dass sich die Gemeinden nicht über die jetztigen Siedlungsgrenzen ausdehnen sollen. Bürgermeister Willi Müller hielt dazu fest: „Die Streusiedlungen im Walsertal besitzen einen eigenen kulturellen Charakter.“

Die Viertklässler der Mittelschule Biosphärenpark Großes Walsertal waren mit einer Fotoausstellung dabei.
Die Viertklässler der Mittelschule Biosphärenpark Großes Walsertal waren mit einer Fotoausstellung dabei.

„Im Kern ein Walser“

In Sachen überregionale Ebene wurden weitere zentrale Politfelder wie Landwirtschaft oder Verkehr und Mobilität präsentiert und besprochen. In der Arbeitsgruppe „Soziale Infrastruktur, regionale Kultur und Zusammenarbeit“ konnte man sich dabei auch schon auf ein gemeinsames Logo bzw. eine künftige Identität einigen: „Im Kern ein Walser“, wobei das Logo das grün herausgehobene Walsertal im Kern Vorarlbergs darstellt. Sinnstiftend war hier sicher auch die kurze, emotionale Rede von Andreas Bertel, der über die Frage referierte, warum er sich für das Große Walsertal engagiert.

Die bisherigen Zwischenergebnisse sollen nun in weiterer Folge vom Land Vorarlberg und dann von den jeweiligen Gemeindevertretungen bestätigt werden.

Fotoausstellung

Nach dem dargebotenen „Stand der Dinge“ präsentierten die Schüler der Mittelschule Blons ihre Fotoausstellung, die sie in Kooperation mit dem Biosphärenparkmanagement zum Thema Raumplanung erstellt hatten. Im Foyer sorgte Oliver Wellschreiber von der JKAW und als Neo-St.-Gerolder dafür, dass die Jugendlichen mit alkoholfreien Cocktails, Waffeln sowie verschiedenen Spielen gut unterhalten waren.

Die JKAW war mit dabei.
Die JKAW war mit dabei.

Neben den Bürgermeistern Willi Müller, Alwin Müller, Stefan Bachmann, Luzia Martin-Gabriel, Werner Konzett und Hermann Manahl waren am Samstag unter anderem auch Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Albert Rinderer (Engerieregion) und Biosphärenparkmanagerin Christine Klenovec vor Ort. UHO

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